Berlin : Im Direktflug nach Peking Wowereit bei Premiere der neuen Verbindung

Rainer W. During

Die Berliner Passagiere wurden von Drachentänzern und Stelzenläufern verabschiedet, die Reisenden aus China wiederum mit Leierkastenmusik begrüßt. Die Feier am Flughafen in Tegel galt der neuen Flugverbindung zwischen Berlin und Peking. Zunächst viermal wöchentlich wird die Route von Hainan Airlines bedient. Damit sind die beiden Partnerstädte erstmals seit zehn Jahren wieder direkt miteinander verbunden.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) freute sich, dass Berlin „wieder einen Schritt weiter gekommen ist bei den Verbindungen in die ganze Welt“. Vorangegangen waren fünfjährige Bemühungen der Berliner Flughäfen. Die Air China hatte ihre Flüge zwischen Berlin und Peking 1998 eingestellt. In der Vergangenheit war auch die Interflug von Schönefeld aus in die chinesische Hauptstadt geflogen. Wowereit würdige „den Mut und die Weitsicht“ der viertgrößten chinesischen Fluggesellschaft, in für die Branche wirtschaftlich schweren Zeiten eine neue Langstreckenverbindung zu eröffnen. Der chinesische Botschafter Ma Canrong sagte, dass die neue Verbindung „zur Vertiefung der deutsch-chinesischen Freundschaft“ beitragen werd.

Flughafenchef Rainer Schwarz kündigte an, dass man versuchen werde, zusammen mit der Berlin Tourismus Marketing GmbH die immer stärker werdende chinesische Mittelschicht für Berlin zu interessieren und die Stadt zum Ausgangspunkt für Europa-Reisen zu machen. Umgekehrt sei Peking die ideale Ausgangsbasis für deutsche China-Touristen.

Hainan Airlines setzen auf der in Kooperation mit Air Berlin bedienten Strecke einen fabrikneuen zweistrahligen Großraumjet vom Typ Airbus 330-200 ein. Die Maschinen verfügen in der Economy-Klasse über 186 Sitze, in der Business Class gibt es 36 Sessel. Der Hin- und Rückflug auf der neuen Verbindung ist ab 550 Euro einschließlich Steuern und Gebühren zu haben. Während der nachfrageschwachen Wintermonate wird Hainan das Angebot auf zwei wöchentliche Flüge halbieren. Rainer W. During

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