Berlin : Im Flugzeug festgesessen: Airline lehnt Entschädigung ab

-

British Airways will zunächst keine Entschädigung für die Passagiere leisten, die wegen des verspäteten London-Fluges 981 sieben Stunden in einer Maschine am Flughafen Tegel festsaßen. Wer Schadensersatzansprüche anmelden will, könne sich an das deutsche Kundendienstbüro wenden, teilte eine Sprecherin der Fluggesellschaft in London mit. Am Donnerstag vergangener Woche hatten sich Passagiere von der per Handy alarmierten Polizei befreien lassen, nachdem sie stundenlang an Bord ausharren mussten.

Wegen der Wetterlage konnte am Donnerstagmorgen in Tegel nur etwa die Hälfte der sonst bis zu 22 Starts pro Stunde erfolgen. Dennoch waren die meisten anderen Flüge nur rund eine halbe Stunde verspätet. Der Airbus A320 war bereits enteist worden, als unmittelbar vor dem geplanten Abflug beide Startbahnen zur Schneeräumung gesperrt werden mussten. Wegen der Verzögerung war eine erneute Enteisung der Maschine erforderlich. Davor sei der Pilot noch einmal zum Terminal zurück gerollt, um drei Passagiere auf eigenen Wunsch aussteigen zu lassen, sagte BA-Sprecherin Becky Thornton. Vor dem zweiten Start hätte dann weitere Fluggäste die Maschine verlassen wollen. Dies sei vom Flugkapitän abgelehnt worden. Betroffene hatten dann über Handy die Polizei alarmiert, die das Flugzeug stoppen ließ. Insgesamt sieben Passagiere verließen laut BA die Maschine. Ein Flughafensprecher sprach von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“.

Wie berichtet haben sechs Passagiere gegen den Piloten Anzeige wegen Freiheitsberaubung erstattet. Sie werden jetzt zur Befragung gebeten, sagte ein Polizeisprecher. Dann werde geklärt, ob der britische Kapitän vorgeladen wird. Dessen Bericht wird gegenwärtig bei British Airways ausgewertet. Danach will die Fluggesellschaft entscheiden, wie sie weiter auf den Vorgang reagiert. du–

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben