Berlin : Im Rosinenbomber zur Party

Sat 1 feiert im Flughafen Tempelhof „Die Luftbrücke“

-

Die Dekoration und die Transportmittel der Stars müssen schon stimmen, ein exponierter Premierenort wie der Flughafen Tempelhof verträgt keinen Stilbruch. Schon BMW ließ daher zur dortigen Gala-Vorstellung des Z3, James Bonds Dienstwagen in „Goldeneye“, ein Fahrzeug per Hubschrauber einfliegen, während aus den Boxen die Filmmusik dröhnte. Zur „Pearl Harbour“-Premiere stand ein alter US-Bomber auf dem Flugfeld, und auch an diesem Dienstagabend, zur Premiere des TV-Zweiteilers „Die Luftbrücke“, wollte Sat 1 die Filmcrew nicht per Limousine anrollen lassen. Vielmehr hatte der Sender einen Rosinenbomber gechartert, um die Stars des Abends in Hangar 2 nach dem Film stilgerecht einfliegen zu lassen – eine zusätzliche Attraktion für die rund 800 Gäste. Die gesamte Crew geht in so eine DC-3 natürlich nicht rein, aber für Heino Ferch , Ulrich Tukur , Ulrich Noethen , Bettina Zimmermann und Regisseur Dror Zahavi würde der Platz allemal reichen.

Zweimal 90 Minuten dauert das von Nico Hofmann und Ariane Krampe produzierte Drama. Im Fernsehen ist es am 27. und 28. November zu sehen, jeweils um 20.15 Uhr. Fürs Premierenpublikum – darunter Falko Götz und Oliver Berben – hatte man in einem Hangarteil eine Leinwand aufgebaut, nebenan reichten „Frauleins“ Snacks auf Tellern, die mit alten Flugzeugmodellen dekoriert waren, und über allem schwebte groß das Modell eines Rosinenbombers. Im Nachbarhangar 1 hatten im März die Dreharbeiten begonnen, später zog die Crew auf den ehemaligen Militärflugplatz Werneuchen und nach Breslau um. Die zur Verfügung stehende Luftflotte hätte freilich nur zur Versorgung weniger Straßenzüge gereicht: zwei flugfähige Rosinenbomber und ein Museumsstück. Zum Glück gibt es Computer. ac

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben