Berlin : Im Stau am Stern

Große Behinderungen durch Besuch des irakischen Präsidenten Ghasi al Jawar

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Viele Autofahrer konnten sich gestern die Fahrzeugkolonne des irakischen Staatspräsidenten Ghasi al Jawar anschauen – aus dem Stau heraus und hinter blinkenden Blaulichtern. Vor allem bei der morgendlichen Anfahrt zum Schloss Charlottenburg gab es Verkehrsbehinderungen, zumal der Bundespräsident und der Staatsgast im Abstand von 15 Minuten in zwei Kolonnen fuhren. Da der stark befahrene Spandauer Damm aus Sicherheitsgründen auch während der militärischen Zeremonie gesperrt blieb, kamen vor allem Pendler aus Spandau zu spät. Selbst Fußgänger mussten den Spandauer Damm und die Schloßstraße verlassen. Auch am Großen Stern standen Autos 30 Minuten im Stau. Auch der Verkehrsfunk im Radio half den Autofahrern nicht. Der Kritik, bei anderen Staatsbesuchen seien die Behinderungen geringer gewesen, widersprach die Polizei. Die längeren Sperrzeiten seien der hohen Gefährdungsstufe 2 geschuldet, hieß es im Präsidium. Das sei in den vergangenen Jahren nicht anders gewesen. Denn auch der Warndienst der Polizei weiß nicht, wann und wo die Kolonne eines Staatsgastes unterwegs ist. Die Route wählen Sicherheitsexperten erst 15 Minuten vorher aus.

Um 9 Uhr hatte Bundespräsident Köhler im Schloss den irakischen Präsidenten mit militärischen Ehren empfangen. Die anderen Termine des irakischen Gastes – Kanzleramt, Reichstag und Rotes Rathaus – behinderten den Verkehr weniger, da dort keine Hauptstraßen verlaufen. Der Politiker fliegt heute früh wieder ab. Ha

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