Berlin : Im Zeichen des Kreuzes

Karfreitag in Mitte. Rund 600 Christinnen und Christen nahmen an der dritten ökumenischen Karfreitagsprozession teil. Sie zogen schweigend vom Berliner Dom am Lustgarten zur Hedwigskathedrale am Bebelplatz. Foto: Maurizio Gambarini/dpa
Karfreitag in Mitte. Rund 600 Christinnen und Christen nahmen an der dritten ökumenischen Karfreitagsprozession teil. Sie zogen...Foto: dpa

„Klack-Klack, klack-klack.“ Nur die Klanghölzchen waren zu hören,als sich gestern gut 600 Berliner Christen zur dritten ökumenischen Karfreitagsprozession in der Berliner Innenstadt trafen. Während anderswo in Deutschland Flashmobs die Aufhebung der Karfreitagsruhe forderten, setzten Berlins Kirchen gestern ein Zeichen für den Feiertag: Schweigend trugen die Teilnehmer der Prozession ein überdimensionales Kreuz vom Berliner Dom zur Hedwigskathedrale. Und auch Landesbischof Markus Dröge, der katholische Weihbischof Matthias Heinrich, Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein und Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche machten dabei mit.

„Wir wollen den Spuren des Lebens und des Leidens folgen“, hatte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte, Bertold Höcker, zu Beginn erklärt. Unterwegs erinnerten die Christen deswegen an Menschen, die in ihrem Leben „ein besonderes Kreuz getragen“ haben: An den im KZ umgekommenen evangelischen Pfarrer Dietrich Bonhoeffer etwa, den protestantischen Liederdichter Paul Gerhardt und den katholischen Seligen Bernhard Lichtenberg. Bei den Touristen auf den Gehsteigen und in den Straßencafés sorgte das für Staunen: Einige schüttelten den Kopf, andere aber folgten dem Kreuz ein Stück. bel

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