Berlin : IMMER MEHR NIKOTINFREIE ZONEN BEI BAHN UND U-BAHN

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Der Bahnhof Zoo ist der letzte Bahnhof in Berlin, an dem jetzt ein Rauchverbot verhängt wurde. In den anderen Berliner Stationen der Deutschen Bahn wie zum Beispiel Friedrichstraße, Alexanderplatz und Ostbahnhof und deutschlandweit an 64 Bahnhöfen gilt es bereits seit 1. Januar 2003. Wer mit brennender Zigarette erwischt wird, muss 15 Euro zahlen. Auch in den UBahnhöfen und auf den sechs unterirdischen Stationen im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn ist das Qualmen untersagt. Das Verbot habe sich bewährt, heißt es bei der BVG. Während im ersten Monat nach dessen Einführung noch 716 U-Bahnfahrer mit brennender Zigarette auf dem Bahnsteig erwischt wurden, waren es im vergangenen November nur noch 233.

Die 15 Euro sind moderat – wenn man sie mit den Bußgeldern in anderen europäischen Ländern vergleicht. Das italienische Gesundheitsministerium verlangt bei Verstößen gegen das Rauchverbot in Bussen und Bahnen 500 Euro. Wer in Hongkong auf einem U-Bahnsteig mit Kippe erwischt wird, muss 2000 Hongkong-Dollar zahlen, umgerechnet etwa 260 Euro.

Wer hier die 15 Euro nicht direkt zahlt, erhält eine Rechnung wie ein Schwarzfahrer. Bei säumigen Zahlern lassen die Verkehrsbetriebe das Geld durch eine Inkassofirma eintreiben, was zusätzliche Gebühren verursacht. Mit dem Rauchverbot will die Bahn nicht nur Gesundheitsrisiken, sondern vor allem Reinigungskosten minimieren. Außerdem sinkt die Brandgefahr. clk

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