Immobilienfonds : Die Sünden der Vergangenheit

BANKENSKANDAL



Die 1994 gegründete landeseigene Bankgesellschaft Berlin legte massenhaft geschlossene Immobilienfonds mit hohen Renditegarantien für die Anleger auf. Seit 1997 geriet die Bank in Bedrängnis, weil in den Fonds zu viele Schrottimmobilien steckten, die zudem mit Milliardenkrediten belastet waren. Um eine Pleite der Bankgesellschaft zu vermeiden, musste das Land Berlin im Jahr 2002 sämtliche Finanzrisiken abschirmen. An der Affäre zerbrach ein Jahr zuvor die damalige Regierungskoalition aus SPD und CDU. Auf Betreiben der EU-Kommission musste der Senat die Bankgesellschaft im Jahr 2007 verkaufen.

BIH

Die landeseigene Holding wurde im Jahr 2006 gegründet, um den Bestand von 29 notleidenden Bankgesellschafts-Fonds und die Zahlung der Risikogarantien aus Steuergeldern zu managen. Zum Portfolio gehören 594 Objekte mit 4,8 Millionen Quadratmeter Mietfläche. Vom Appartement über Kinos, Hotels und Tankstellen bis zum Baumarkt und Einkaufszentrum – verteilt über alle 16 Bundesländer. Aber auch in den USA, Großbritannien, Niederlanden und Schweden gibt es einzelne Fondsimmobilien. za

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