Immobilienpreise : Frankfurt (Oder) wird ganz schön teuer

Immobilienpreise steigen auch in der Provinz an, allein in Frankfurt (Oder) um 37 Prozent. Besonders günstig sind Wohnungen im südlichen Brandenburg.

Der deutsch-polnische Grenzübergang in Frankfurt (Oder).
Der deutsch-polnische Grenzübergang in Frankfurt (Oder).Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Frankfurt (Oder) - Auch in der Provinz steigen jetzt die Immobilienpreise – wenn auch in Maßen: Lagen zuletzt große Metropolen und deren Umland im Fokus der Käufer, steigt nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ die Nachfrage auch in kleineren Städten.

In Frankfurt (Oder), 58.000 Einwohner, beispielsweise legten die Durchschnittspreise für Wohnimmobilien innerhalb eines Jahres um 37 Prozent zu, wie dem Bericht zufolge eine Datenauswertung des Beratungsunternehmens Empirica zeigt.

Auf dem zweiten Platz liegt demnach die 14000-Einwohner-Stadt Eichstätt in Oberbayern mit einem Preisanstieg von 25 Prozent, gefolgt vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit der Kleinstadt Lübbenau mit 23 Prozent. Platz vier belegt das oberbayerische Erding mit 21 Prozent, einen ebensolchen Preisanstieg bei Wohnimmobilien verbuchte Cottbus im Osten Brandenburgs.

Allerdings sind den Daten zufolge die Preise in vielen dieser Orte generell noch niedrig und schon wenige Käufe heben den Schnitt. In der Untersuchung wurden die Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser aller Landkreise im ersten Halbjahr 2016 mit jenen im gleichen Zeitraum des Vorjahres verglichen.

Die Metropolen liegen nicht mehr an der Spitze

Anders als in früheren Jahren, liegen in der Rangliste nun nicht mehr die Metropolen an der Spitze. So verzeichnete Empirica in Köln einen Preisanstieg von acht Prozent, in Düsseldorf sind es sogar nur zwei Prozent. Nur in München und Berlin gab es binnen Jahresfrist noch deutliche Sprünge von jeweils 15 Prozent. Allerdings geht dort dem Bericht zufolge die Dynamik in der Preisentwicklung zurück.

Reiner Braun, Vorstandsmitglied bei Empirica, erklärte die Entwicklung teils mit der besonderen Lage einiger kleinerer Städte, teils mit rein statistischen Effekten. Manche Orte lägen „noch im Einflussbereich eines Ballungszentrums und geraten allein deshalb in den Fokus“, sagte er. In anderen Fällen, wenn der Preisdurchschnitt zuletzt sehr niedrig gewesen sei, genügten wenige einzelne Käufe, um die Preise anzuheben.

So liegt der Preisdurchschnitt in Frankfurt/Oder bei nur 1845 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, in Lübbenau und Umgebung sogar nur bei 1238 Euro, in Cottbus bei knapp 1500 Euro. In München dagegen liegen die Durchschnittspreise über 5900 Euro. Besonders günstig ist Wohnraum dagegen im Landkreis Elbe-Elster im südlichen Brandenburg mit 873 Euro pro Quadratmeter. (dpa)

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