Berlin : In Berlin wird die Bestattung teurer Senat hat höhere Friedhofsgebühren beschlossen

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Die Beerdigungen auf den 69 landeseigenen Friedhöfen in Berlin werden drastisch teurer. Nach der neuen, vom Senat am Dienstag beschlossenen Gebührenordnung für Friedhöfe und Krematorien steigen die Kosten für eine normale Erdbestattung ab dem 1. November um mehr als die Hälfte (54 Prozent). Bisher kostete ein normales Reihengrab einschließlich Bestattung und Trauerfeier in der Kapelle 605 Euro, künftig muss man für das Gesamtpaket 939 Euro bezahlen. Teurer werden auch Urnenbeisetzungen: Der Gebührenunterschied zu den teureren Erdbestattungen soll nicht zu groß werden. Eine Urnenbeisetzung soll vom nächsten Monat an 800 statt bisher 500 Euro kosten. Für die Bestattung in einem anonymen Urnenfeld werden dann 860 Euro statt bisher 540 Euro fällig. Wer es exklusiver haben will und sich für eine so genannte Urnenwahl oder Erdwahlgrabstelle entscheidet – also nicht im Reihengrab, sondern an einem besonderen Ort auf dem Friedhof liegen möchte –, zahlt künftig weniger.

Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist die Zahl der Erdbestattungen von rund 42 500 im Jahr 1990 auf 32600 im Jahr 2001 gesunken. Die Zahl der Urnenbeisetzungen stieg im gleichen Zeitraum von knapp 7100 auf fast 12000. „Wir wollen mit der neuen Gebührenordnung auch eine gerechtere Verteilung der Kosten für Wasser, Wege und Reinigung auf alle Grabstellen“, sagte Beate Profé, Referatsleiterin in der Stadtentwicklungsverwaltung.

In anderen deutschen Städten sind die Friedhofsgebühren zum Teil noch deutlich höher: In Potsdam kostet eine normale Erdbestattung 1824 Euro, in Frankfurt 1755 Euro und in Hamburg 1658 Euro. sib

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