Berlin : In Berlins SPD wächst Unmut über eine mögliche Koalition

Viereinhalb Wochen vor der Berliner Wahl zeichnet sich eine schwierige Senatsbildung ab. In der SPD richtet sich die Stimmung zunehmend gegen die Fortsetzung der Großen Koalition, wenn sie unter die 20-Prozent-Marke rutscht. "Es gibt eine Selbstachtungsgrenze", sagte auch Fraktionschef Klaus Böger. Die SPD brauche für die Regierungsverantwortung, zu der sie bereit sei, einen "klaren Wählerauftrag". Spitzenkandidat Walter Momper befürwortete die Große Koalition, wenn es für Rot-Grün nicht reicht. In der Partei wird über die Duldung eines CDU-Minderheitssenats debattiert. Dies lehnt die CDU als absurd ab. Sollte sich die SPD nach dem 10. Oktober verweigern, "wählen wir eben neu", sagte der stellvertretende CDU-Fraktionschef Uwe Lehmann-Brauns dem Tagesspiegel.

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Fraktionschefin Renate Künast, ist als künftige Vorstandssprecherin der Bundespartei im Gespräch, falls Gunda Röstel ihr Amt bei einer schweren Wahlniederlage in Sachsen zur Verfügung stellt.

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