Berlin : In den Kitas wird es immer enger

23 000 Plätze müssen geschaffen werden.

In den Innenstadtbezirken, aber auch in Marzahn-Hellersdorf ist es derzeit schon schwer, einen Kitaplatz zu bekommen. Martin Hoyer, Kita-Verantwortlicher des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, fürchtet, dass sich die Situation in den kommenden Jahren erheblich verschärfen wird. Gründe dafür seien die gestiegene Geburtenrate und die Tatsache, dass Weg- und Zuzüge von Familien nach Berlin inzwischen ausgeglichen seien. Die Bildungsverwaltung rechnet ebenfalls für die kommenden fünf Jahre mit einem zusätzlichen Bedarf von rund 23 000 Plätzen, ursprünglich war man lediglich von 8600 Plätzen ausgegangen. „Die Schaffung weiterer Kitaplätze in dieser Größenordnung wird nicht ohne zusätzliche Investitionen möglich sein“, sagte Bildungsstaatssekretärin Claudia Zinke gestern. Eingerichtet werden sollen die Plätze unter anderem über ein Bundesprogramm für Ein- bis Dreijährige sowie durch die Aktivierung bereits bewilligter, aber nicht besetzter Kitaplätze. Darüber hinaus müssen weitere Plätze finanziert werden. Wie das geschehen soll, darüber steht im Koalitionsvertrag von SPD und CDU noch nichts.

Über das Konjunkturprogramm II des Bundes sind rund 84 Millionen Euro in die Berliner Kitas investiert worden; der Schwerpunkt dabei lag in der energetischen Sanierung und dem Bau neuer Sanitäranlagen. sik

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