Berlin : In Kladow entsteht Mobil-Lazarett der Bundeswehr Sanitäter aus Hildesheim

NAME

Spandau. Die Kladower Blücher-Kaserne wird Teilstandort eines mobilen Lazaretts der Krisen-Reaktions-Kräfte (KRK) der Bundeswehr. Die Militärpräsenz im Spandauer Süden, für den Bezirk ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, bleibt erhalten. Das sagte der Kommandant des Jägerbataillons 1, Oberstleutnant Ingo Gnoyke. Wie berichtet, wird die 1991 in Treptow gegründete und 1992 nach Kladow verlagerte Einheit im Zuge der Neustrukturierung der Streitkräfte zum 31. März nächsten Jahres aufgelöst.

Nachfolger wird das zur Zeit noch als Sanitätsregiment in Hildesheim stationierte, künftige Lazarettregiment 1. Gnoyke trat Gerüchten entgegen, der Standort könnte drastisch reduziert oder ganz aufgegeben werden. Künftig sind hier rund 800 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften aus dem bald organisatorisch von den Teilstreitkräften unabhängigen, zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr stationiert. Dazu kommen rund 150 Angehörige der Sicherungskompanie des Wachbataillons, die bereits seit April hier untergebracht sind. Auch weiterhin sollen in der Blücher-Kaserne jährlich knapp 1000 Wehrpflichtige ausgebildet werden.

Die 66 Zivilbeschäftigten werden übernommen. Die neue Truppe in Kladow ist eines von vier Regimentern, auf die zwei aus zahlreichen Containern bestehende Lazarette verteilt werden. Die mobilen Operationssäle, Röntgenanlagen und medizinischen Labors werden im Einsatzfall von den einzelnen Standorten bedarfsgerecht in Marsch gesetzt und mit eigenem Personal sowie Fachärzten aus den Bundeswehrkrankenhäusern bemannt, erläuterte der Kommandant des Sanitätskommandos III, Oberstarzt Lutz Bandekow.

Im Zuge der zunehmenden Einbindung der Bundeswehr in internationale Einsätze – zur Zeit sind rund 10 000 deutsche Soldaten im nicht zur Nato gehörenden Ausland stationiert – soll der Sanitätsdienst neugeordnet werden.

Die Blücher-Kaserne ist für Spandau ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die überwiegend an örtliche Unternehmen vergebenen Bau-, Unterhaltungs-, Versorgungs- und Beschaffungsaufträge haben ein jährliches Volumen von rund 3,3 Millionen Euro, dazu kommen rund 8,7 Millionen Euro an Kaufkraft der hier stationierten Soldaten und ihrer Familien. du-

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben