Berlin : In Leipzig fällt die Entscheidung zum Flughafen

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Kommt er oder kommt er nicht? Nächstes Jahr wird man es wissen. Dann urteilt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, ob der Flughafen Schönefeld zum Airport Berlin-Brandenburg International (BBI) ausgebaut werden darf, oder ob die seit fast zehn Jahren verfolgten Pläne Makulatur sind, obwohl bereits mindestens ein dreistelliger Millionenbetrag dafür ausgegeben worden ist. Mehr als 4000 Klagen liegen den Richtern vor, die sich Musterklagen ausgewählt haben. Ein Mammutverfahren wird es nicht geben. Zunächst hat das Gericht nur sechs Verhandlungstage im Februar angesetzt.

Die wesentliche Arbeit haben die Richter bereits hinter sich gebracht – das Studium der Akten. 1200 Seiten und 532 Pläne umfasst der Genehmigungsbeschluss. Mit den 260 000 Einwendungen füllen die Unterlagen 1500 Ordner. Ebenso fleißig waren die Anwälte der Kläger. Sie haben ihre Klagen auf 400 000 Seiten begründet. Die 800 Ordner wurden mit Lastwagen zum Gericht gebracht.

Sollten die Richter den Ausbau genehmigen, würden sofort die Bagger anrollen. Noch darf nicht gebaut werden, denn bis zum Urteil haben die Richter nur vorbereitende Arbeiten zugelassen. kt

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