Berlin : Ins Weltall!

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VON TAG ZU TAG

Bernd Matthies auf der Suche nach dem Positiven in negativen Zeiten

Ja, auch heute wieder nur Sachen, die uns runterziehen. Hotelkette pleite, Ferienflieger pleite – nimmt denn die Konjunktur überhaupt keine Rücksicht auf uns entnervte Berliner? Kein intelligentes Leben mehr hier unten, wie es scheint, und insofern ist es konsequent, dass die TU zur Begrüßung ihrer Erstsemester bald zwei Männer antreten lässt, deren Ruhm darauf beruht, dass sie sich zum richtigen Zeitpunkt weit genug vom Hof gemacht haben: Siggi Jähn und Ulf Merbold.

Wagen wir eine Vermutung. Beide werden den Studenten eine Lebensregel in der Richtung auf den Weg geben, Grenzen seien dazu da, überwunden zu werden. Die OberChinesen haben diese Regel ja gerade befolgt, einen ihrer Bürger ins All geschossen und damit große Zufriedenheit und Zuversicht gestiftet, vermutlich mehr, als wenn sie fürs gleiche Geld jedem einen Sack Reis vor die Tür gestellt hätten.

So also sieht kluger Einsatz beschränkter Mittel aus. Nur das Ziel muss eben stimmen. Wer es nur bis Mexiko schafft und dort mit einer TV-Pappnase plaudert, macht sich lächerlich. Aber ein Wowereit im All – der würde die Stadt voranbringen. Vermutlich wollen uns Merbold und Jähn das sagen.

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