Berlin : „Integration aus einem Guss“

Beauftragter Günter Piening richtet neuen Landesbeirat ein

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Der neue Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen ist jetzt arbeitsfähig: Die 23 Mitglieder des neuen Beirats unter Geschäftsführung des Integrationsbeauftragten Günter Piening wollten sich am Mittwochnachmittag im Roten Rathaus zur konstituierenden Sitzung treffen. „Der Beirat soll in Berlin eine Integrationspolitik aus einem Guss ermöglichen“, sagte Piening gestern. Er will als einen der ersten konkreten Schritte eine Arbeitsgruppe zur Arbeitslosigkeit junger Migranten einrichten. Das sei „eine der entscheidenden Hintergründe für die sozialen Spannungen in der Stadt“.

Der Beirat unter Vorsitz von Petra Leuschner, Staatsekretärin für Soziales, soll im Senat Ressort übergreifend arbeiten. „Er hat eine beratende, aber auch initiierende Funktion“, sagte Piening. Zum Landesintegrationsbeirat gehören die Staatssekretäre aller Senatsverwaltungen, Vertreter des Rats der Bürgermeister, die Ausländerbeauftragte der Bezirke, IHK, Handwerkskammer, Landessportbund, der Flüchtlingsrat Berlin und der Landesverband der Vertriebenen. Zudem stellen die lokalen Vereine und Verbände nichtdeutscher Berliner sechs von ihnen gewählte Vertreter, die je eine Weltregion repräsentieren. Es sind dies Havva Engin (Türkei), Maciej Berlin (EU und Beitrittsländer) , Ana Kraner (ehemaliges Jugoslawien), Tatiana Forner (ehemalige Sowjetunion), Walid Chachrour (Naher und Mittlerer Osten Pakistan, Indien) sowie Manal Seifeldin (Fernost, Afrika, Amerika).

In Berlin waren nach Auskunft des Statistischen Landesamtes zuletzt 442 554 Bürger anderer Staaten gemeldet – die Zahl steigt seit dem Jahr 2000 wieder leicht. kög

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