• Interaktive Luftbildaufnahmen von Berlin: Neue Orte: Auf Zeitreise ins Jahr 1928 und zurück

Interaktive Luftbildaufnahmen von Berlin : Neue Orte: Auf Zeitreise ins Jahr 1928 und zurück

Nächste Runde bei den interaktiven Tagesspiegel-Bildern von Berlin im Jahr 1928 und heute: Dieses Mal geht's nach Spandau, Pankow und zur Oberbaumbrücke.

Text: Andreas Conrad, Visualisierung: Tagesspiegel Data
Mit einer interaktiven Karte können Sie sich selbst auf Zeitreise durch Berlin begeben - und zwar hier: 1928.tagesspiegel.de
Mit einer interaktiven Karte können Sie sich selbst auf Zeitreise durch Berlin begeben - und zwar hier: 1928.tagesspiegel.deFoto: Tagesspiegel Data

Aas Jahr 1928 war für die Berliner mit Flugfimmel etwas ganz Besonderes: Erstmals seit dem Ersten Weltkrieg wurde wieder die Luftfahrt groß gefeiert in ihrer Stadt, und das gleich zwei Mal! Im April bei der Allgemeinen Luftfahrzeug-Ausstellung (ALA) in den Ausstellungshallen am Zoo, im Oktober bei der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in den Messehallen am Funkturm. Höhepunkt der zweiten Air-Show: ein Sternflug von 40 Flugzeugen nach Tempelhof, den jedoch nur 21 erfolgreich beendeten. Die Maschinen waren noch nicht so zuverlässig.

Wie mag sich die Stadt den tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten damals dargeboten haben? Man kann es sich nur schwer vorstellen, müsste stundenlang Archive und historische Darstellungen konsultieren, um eine ungefähre Vorstellung von diesem oder jenem Ort zu bekommen und hätte doch nie das Gefühl, durch die Vergangenheit zu fliegen. Aber es geht auch einfacher, dank Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone, und es ist sogar möglich, aus der Vergangenheit blitzschnell in die Gegenwart und zurück zu fliegen: Auf der Grundlage von Luftbildern Berlins, aufgenommen 1928 und 2015 und vom Geoportal Berlin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu zwei großen Luftbild-Karten zusammengesetzt, hat das Tagesspiegel-Datateam eine technische Lösung gefunden, zwischen den beiden Abbildern der Stadt bequem hin- und herzureisen.

Links die Weimarer Republik, rechts die Gegenwart

Links auf dem Bildschirm breitet sich die Stadt der Weimarer Republik aus, rechts die der Gegenwart, getrennt nur durch eine in beide Richtungen beliebig verschiebbare Linie. Man kann sich nun selbst auf Zeitreise begeben, einen Kartenausschnitt wählen, vergrößern und erkunden, wie sehr die Stadt in nicht mal 100 Jahren um- und neugestaltet, wie sie zerstört wurde – oder wie sie sich in anderen Vierteln kaum verändert hat.

Als zweite Möglichkeit ist eine um zehn neue Orte ergänzte Geschichtsroute vorgegeben, die man virtuell abschreiten kann: nunmehr also 20 für die Veränderungen der Stadt beispielhafte und exponierte Orte, die Luftbildausschnitte ergänzt durch Informationen zu den augenfälligsten Veränderungen zwischen dem Gestern und dem Heute. Neu dazugekommen sind unter anderem die Zitadelle Spandau, das Schloss Schönhausen und die Oberbaumbrücke. Dazu sieben weitere Orte: Zoo und Tierpark, das Stadion Alte Försterei, die Gärten der Welt in Marzahn, die Hufeisensiedlung Britz, das Rathaus Schöneberg und die Freie Universität in Dahlem.

Und was es im Westen neues gibt seit 1928, haben wir hier für Sie aufgeschrieben: "Opa, wie kamt ihr Spandauer damals zu Ikea?"

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