Berlin : Internationale Tourismus-Börse: In einem Tag durch 179 Länder

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Fünf Tage lang ist die Welt nur so groß wie 21 Fußballfelder. Zumindest die der Reiseländer, die von kommenden Sonnabend an zum 35. Mal zur Internationalen Tourismusbörse (ITB) in den Messehallen unter dem Funkturm aufgebaut wird. Während es draußen schneit, kann man sich drinnen an den Ständen von 10 149 Ausstellern den Schweiß auf die Stirn treiben lassen. 179 Länder zeigen, was sie touristisch zu bieten haben. Ob Brunei, Benin oder Buthan, Peru, Paraguay oder Papua-Neuguinea, Serbien oder die Seychellen - fast jedes Land, das über Flughäfen und Hotels verfügt, ist präsent. Sogar Länder, wo das fraglich ist, wie Nord-Korea.

Zu einer "Weltreise an einem Tag" lädt Messe-Sprecher Peter Köppen die Besucher ein. 116 000 waren es im vergangenen Jahr. Lieblingsreiseländer der Deutschen wie Österreich, Spanien und Italien zeigen natürlich Flagge, Fernreiseklassiker wie die USA und Thailand, überhaupt der "Zukunftsmarkt" Asien (Köppen). Aber auch unzählige Exoten hoffen, von der Reisewut zu profitieren. Der Markt wuchs im vergangenen Jahr um ansehnliche sieben Prozent. Etwa ein Viertel der Aussteller ist aus Deutschland, Wochenendreiseziele in Brandenburg werden beispielsweise in Halle 12, der Fremdenverkehr von Mecklenburg-Vorpommern in Halle 6.2b vorgestellt. Immerhin ist 2001 "Jahr des Tourismus in Deutschland". Daneben ist die Messe vor allem für Fachbesucher interessant. Etwa 60 000 Reiseprofis werden erwartet.

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Etliche stark wachsende Unterbranchen werden in eigenen Hallen vorgestellt, zum Beispiel der Kulturtourismus (7.2a), die Jugend- (1.1a) und die Seniorenreisen (7.2b). Jugendlichen Weltenbummlern zeigt das "Youth Travel Center" im dritten Jahr wo es lang geht, da werden zum Beispiel Jugendherbergen in entlegenen Regionen, Einmal-Um-Die-Welt-Flugtickets und "Fun"-Sportarten wie "Beachfootball", "Bungee-Handball" und "Kite-Surfen" präsentiert.

Die Tourismusbörse ist von jeweils 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Montag und am Dienstag werden nur Fachbesucher hineingelassen. Eine Tageskarte kostet 23, ermäßigt 12 Mark. Am letzten Tag gibt es für 15 Mark ein Last-Minute-Ticket. Gut zu erreichen ist die Messe mit der S-Bahn über die Station Eichkamp (S5 und S75) mit der U-Bahn (Linie 2: Bahnhöfe Kaiserdamm oder Theodor-Heuss-Platz) oder mit dem Bus (Linien 104, 139, 149, 219, X21, X34, X49). Die Anfahrt mit dem Auto ist nicht zu empfehlen, Parkplätze sind knapp.

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