Berlin : Investition in die Zukunft

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Bislang galt: Bekommt eine Arbeitnehmerin ein Kind, hat das negative Auswirkungen auf das Unternehmen, weil für die Einstellung einer Vertretung und die Wiedereingliederung der Mutter hohe Kosten anfallen. Dass ein Betrieb, der gezielt familienfreundliche Maßnahmen fördert, sogar Geld sparen kann, zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag von Familienministerin Renate Schmidt (SPD) . Die Untersuchung wurde mit Daten aus zehn deutschen Unternehmen erstellt und die Kostenersparnis anhand einer fiktiven „Familien GmbH“ mit 1500 Mitarbeitern dargestellt.

Demnach erfordern familienfreundliche Maßnahmen zunächst Investitionen in Höhe von 300 000 Euro: Für die betriebliche Kinderbetreuung 180 000 Euro, für die Einrichtung von Telearbeitsplätzen 30 000 Euro, für Weiterbildungsangebote 80 000 Euro und 10 000 Euro für flexiblere Arbeitszeitmodelle. Letztlich konnte die GmbH Geld sparen: Weil die Eltern in familienfreundlichen Betrieben schneller in ihren Job zurückkehren, also die Elternzeit von 36 Monaten nicht voll ausschöpfen, sinken die Kosten für die Wiedereingliederung um bis zu zwei Drittel. Gleichzeitig steigt die Attraktivität des Betriebs als Arbeitgeber, was die Kosten der Mitarbeiterakquise reduziert. Unter dem Strich spart das Unternehmen 75 000 Euro. ny

Weitere Infos unter www.bmfsfj.de

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