Berlin : Investor erhöht Angebot um 1,7 Millionen - das Kinderbad wird saniert

wik

Der Weg zur Bebauung des Geländes am Monbijoupark 10 ist frei: Der Bezirk verkaufte das rund 2300 Quadratmeter große Grundstück Anfang dieser Woche für 8,6 Millionen Mark an das Bauunternehmen CTI Capital Treuhand. Darüber hinaus wird sich die CTI mit 3,7 Millionen Mark an der Sanierung des Monbijouparks beteiligen. Mit dem Vertrag findet ein heftiger Streit zwischen Bezirk, Investor und der Senatsverwaltung für Finanzen ein Ende.

"Ich bin sehr glücklich, dass wir das Verfahren zu unseren Gunsten entscheiden konnten", zeigte sich Mathias Kühne, Geschäftsführer der CTI, erleichtert. Das Ende des Streits zwischen Investor und Politik ließ sich die CTI einiges kosten: Es erhöhte sein ursprüngliches Angebot um 1,7 Millionen Mark auf 12,3 Millionen. Am Monbijouplatz will die CTI rund 50 Wohnungen, ein Bürohaus sowie zwei Nachbauten jener Torhäuser errichten, die einst die Zufahrt zum Schloss Monbijou flankierten. "Wenn alles gut geht, haben wir im Spätsommer 2000 die Baugenehmigung", berichtet Kühne. Die Entscheidung im Architekturwettbewerb fällt am 17. Dezember. Über die Höhe der Investitionen machte der CTI-Geschäftsführer keine Angaben. Neben der Bebauung wird sich das Unternehmen mit 3,7 Millionen Mark an der Sanierung des Parks beteiligen.

Nicht ganz zufrieden mit der neuen Vereinbarung kann der Bezirk sein, er musste zugunsten der Senatsverwaltung für Finanzen auf seinen 25-prozentigen Anteil am Verkaufserlös verzichten. Dennoch bewertet Baustadtrat Thomas Flierl (PDS) die Vereinbarung "recht positiv". Jetzt habe man Geld für die Parksanierung und das dortige Kinderbad. "Das wird zur Saison 2000 wieder offen sein", so Flierl. Neben den 1,5 Millionen Mark vom Investor werden die Berliner Bäderbetriebe noch 400 000 Mark in das Bad stecken. Die Finanzverwaltung des Senats hatte die erste Vereinbarung zwischen Bezirk und CTI gestoppt. Nach Meinung des designierten Finanzsenators Peter Kurth (CDU) hätte der Bezirk das erste Höchstgebot für das Grundstück von 11,3 Millionen Mark akzeptieren müssen.

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