• Islamunterricht: Kreuzberger Schule hat kein Interesse - Reaktion auf Ankündigung der islamischen Förderation

Berlin : Islamunterricht: Kreuzberger Schule hat kein Interesse - Reaktion auf Ankündigung der islamischen Förderation

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Mit Bestürzung hat die Kreuzberger Fichtelgebirge-Grundschule auf das Ansinnen der islamischen Förderation reagiert, in dieser Schule vom kommenden Schuljahr an Islamunterricht anzubieten. Man habe "kein Interesse" daran, "diesen Unterricht durch die islamische Föderation abhalten zu lassen" heißt es in einem Schreiben der Elternschaft der Schule an den Tagesspiegel. Anders verhalte es sich allerdings mit einem Islamkunde-Unterricht unter staatlicher Aufsicht, den "die Elternschaft und Kollegen wollten".

Wie berichtet hat die islamische Föderation die Absicht, an einer Weddinger Grundschule sowie der Fichtelgebirge-Schule mit religiöser Unterweisung zu beginnen. Sie rechnet mit einer baldigen schriftlichen Genehmigung durch die Senatsschulverwaltung. Diese hält sich bisher in dieser Frage allerdings noch bedeckt. Bekannt ist jedoch, dass der Rahmenplan der Föderation keinen Raum für Beanstandungen lässt. Zudem hatte das Bundesverwaltungsgericht den Berliner Senat aufgefordert, den Antrag umgehend zu bearbeiten. Wenn die Genehmigung zur Erteilung des Religionsunterrichtes ergeht, hat keine Schule das Recht, der islamischen Föderation oder einer anderen Religionsgemeinschaft den Zutritt zu verweigern.

Der Islamkundeunterricht liegt weiter auf Eis. Die ehemalige Schulsenatorin Ingrid Stahmer (SPD) wollte ihn zum laufenden Schuljahr an interessierten Schulen einführen. Rechtliche Bedenken und die Wahlen zum Abgeordnetenhaus verhinderten dies allerdings.

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