Berlin : Israel: Die schönste Landesvertretung der Welt

azo

Als der damals amtierende israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, im Jahr 1998 die Pläne für den Botschaftsneubau seines Landes in Berlin vorstellte, versprach er, dass das Gebäude die schönste israelische Landesvertretung der Welt sein würde - nachdem man in Bonn wohl in der hässlichsten residiert hatte. Am Mittwochabend wurde das eindrucksvolle Gebäude in der Schmargendorfer Auguste-Viktoria-Straße mit einem Empfang für 2000 Gäste eröffnet. Eingeladen hatte neben dem Botschafter Shimon Stein auch der israelische Außenminister Shimon Peres, der am Tag zuvor in Frankfurt den erstmals vergebenen Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung entgegen genommen hatte.

Zugesagt hatten hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft; darunter auch der deutsche Außenminister Joschka Fischer, der gemeinsam mit Peres im Park der Botschaft Bäume als Symbol der guten Beziehungen zwischen den beiden Staaten pflanzen wollte.

Überschattet wurde der Besuch von Peres von einem Zwischenfall gestern Mittag. Polizeibeamte entdeckten vor der CDU-Zentrale in Tiergarten, in der Peres zu Gesprächen erwartet wurde, ein verdächtiges Fahrzeug, bei dem zunächst vermutet wurde, es könnte sich um eine Autobombe handeln.

Der Wagen sei bei den Sicherungsmaßnahmen am Vortag noch nicht registriert worden, sagte ein Polizeisprecher. Zudem habe die Überprüfung ergeben, dass es sich um ein bereits abgemeldetes Auto handelte. Daraufhin hätten Beamte eine Scheibe des Pkw eingeschlagen, den Wagen geöffnet und auf Sprengstoff untersucht. Als nichts gefunden wurde, gab die Polizei Entwarnung.

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