Berlin : Ist das Volksfest noch zeitgemäß?

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Durch die amerikanischen Soldaten in West-Berlin war das Deutsch-Amerikanische Volksfest in Berlin immer etwas Besonderes. Die Streitkräfte sind seit acht Jahren weg, lockt das Volksfest denn noch immer?

Die Besucherzahlen sind über die letzten Jahre nicht niedriger als früher. Die Leute kommen, auch wenn es im vergangenen Jahr wegen des schlechten Wetters einmal einen Rückgang gab. Aber in den ersten Tagen dieses Jahres ist es wieder besser angelaufen. Jetzt macht uns allerdings die Hitze ein wenig zu schaffen.

Wie amerikanisch ist das Volksfest noch?

Es sind immer noch viele Amerikaner in der Stadt, die auch gerne zum Volksfest kommen. Früher erkannte man sie an ihren Uniformen und den kurzen Haarschnitten. Jetzt sind es eben ganz normale Familien, da hört man’s nur noch am Akzent. Auch an den Ständen im amerikanischen Dorf gibt es noch genügend Amerikaner.

Wenn die Leute die Volksfeste weiter gut besuchen, warum klagen die Schausteller denn dann über das schlechte Geschäft?

Die Besucher geben seit einigen Jahren einfach weniger aus. Viele kommen nur noch zum Schauen.

Was war denn früher anders, als die Amerikaner das Volksfest organisierten?

Es war leichter. Wenn die Amerikaner etwas entschieden hatten, dann wurde das so gemacht. Der Senat hatte da nichts zu sagen. Auch heute noch hilft bei Problemen manchmal ein Brief der amerikanischen Botschaft.

Die Fragen stellte Sigrid Kneist.

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