Berlin : Italien glänzt mit der Scala

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Konzert von Jan Delay fällt aus. Eigentlich sollte der Hamburger Rapper, wie berichtet, heute Abend beim Festival „Popdeurope“ in der Arena in Treptow spielen. Doch gestern hat es Delay erwischt, er sei erkrankt, teilte das Management mit. Das Konzert wird nun am 23. Oktober im – Achtung! – Admiralspalast nachgeholt. Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. AG

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Westfälische Straße feiert. Am heutigen Sonnabend laden 50 Geschäfte von

11 bis 22 Uhr zum Fest in die Westfälische Straße in Halensee ein. Eröffnet wird die Veranstaltung vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der in der Gegend wohnt. Es gibt Shows, Kunstaktionen, Gewinnspiele sowie Informationsstände von Ämtern und Institutionen. Alle Läden verkaufen bis 20 Uhr. CD

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Ökumenisches Fest. Vor dem Roten Rathaus wird heute von 10 bis 20 Uhr ein Ökumenisches Stadtkirchenfest veranstaltet. Das Fest unter dem Motto „Auf gute Nachbarschaft“ beginnt um 10 Uhr mit einer Bibelarbeit mit Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und endet mit einem Konzert der Gruppe „Wise Guys“ ab 20 Uhr. Dazwischen gibt es ein unterhaltsames und informatives Programm an Ständen und auf Podien – für Kinder und Jugendliche extra – und um 18 Uhr einen Gottesdienst mit einer Dialogpredigt zwischen den vier beteiligten Bischöfen und verschiedenen Fragestellern. hema

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Pieke Biermann liest. Auf dem Bahnhofsvorplatz Schöneweide stellt sich heute die Schriftstellerin Pieke Biermann mit einer ihrer Kriminalreportagen vor, die der Tagesspiegel seit drei Jahren immer monatlich veröffentlicht. „Endstation Schöneweide“ heißt ab 14 Uhr die Lesung vor Ort. Wer „Keine Bronx. Nirgends“ von Pieke Biermann vorgelesen bekommen möchte, sollte heute Abend um 20 Uhr nach Neukölln ins Café Götterspeise in der Karl-Marx-Straße 131-133 gehen. „Polizeiarbeit darstellen, wie sie ist, ist alles, bloß nicht langweilig“ – das liest die Autorin am morgigen Sonntag von 16 bis 17 Uhr in Spandau vor – während des Tags der offenen Tür auf dem Polizeigelände Ruhleben in der Charlottenburger Chaussee 67.hema

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Schiffstaufe im Zoo. Große und kleine Berliner sind am morgigen Sonntag zur Skipper-Party auf den Spielplatz des Berliner Zoos eingeladen. Um 11 Uhr startet dort eine Expedition durch den Zoo, um nach dem Namen des neuen Spielplatzschiffes zu suchen. Neben vielen Mitmachaktionen steht gegen 13 Uhr dann eine Schiffstaufe auf dem Programm. hema

Als Zugabe wollten die Musiker der Mailänder Scala ursprünglich ein Stück von Johannes Brahms spielen. Aber dann entschieden sie sich kurzfristig doch für Rossini und rissen mit diesem Heimspiel am Ende das normalerweise sehr verwöhnte Berliner Publikum in der Komischen Oper doch noch von den Sitzen. Nach der eher verhalten aufgeführten Pastorale von Beethoven und der Sinfonie Nr. 4 von Brahms, bei welcher der Koreaner Myung-Whun Chung zum Teil auch mit erstaunlicher Kopfartistik dirigierte, brach bei den Italienern, die zum ersten Mal in Berlin spielten, am Ende wunderbar die Leidenschaft durch. Initiiert wurde das Ereignis vom italienischen Botschafter Antonio Puri Purini , der hier den Auftakt zu einer Achse der Besinnung auf gemeinsame kulturelle Wurzeln sieht. Geholfen haben die UniCredit Bank und deren deutsche Tochter, die HypoVereinsbank, weil sie sich als erste „wahrhaft europäische Bank“ verstehen. Deren Chefs Alessandro Profumo und Wolfgang Sprißler mischten sich unter zahlreiche prominente Gäste wie Richard von Weizsäcker und Frau Marianne, Christina Rau , Bundestagspräsident Norbert Lammert, Otto Schily, Vicky Leandros, Susanne Juhnke, Unternehmer Hartwig Piepenbrock und die Botschafter Großbritanniens und Russlands, Sir Peter Torry und Vladimir Kotenev .

Anschließend gab es einen glanzvollen Empfang in der Botschaft. Deren neue Innenausstattung mit Wandteppichen und Werken zeitgenössischer Kunst aus den Schatzkammern römischer Museen wurde viel bewundert und gelobt, bevor man das Konzert Revue passieren ließ. Walter Momper und Diplomat Bernhard von der Planitz bekannten sich fröhlich zu ihrer Liebe zu Beethoven. Andere wünschten sich ein Encore mit italienischer Musik. Während man zum Prosecco Kürbissüppchen mit Makkaroni- Stangen aus kleinen Flaschen saugte, fand die Idee, italienische E-Kultur wieder mehr ins Berliner Rampenlicht zu rücken, viele neue Freunde. Vielleicht war das ja der Beginn eines notenreichen Austauschs. Musik ist schließlich, so Puri Purini, „die Seele Europas“. Bi

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