Berlin : Jährlich 1600 Neuerkrankungen in Berlin

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Krebsform bei Frauen, jährlich wird er in Deutschland bei etwa 46 000 Frauen neu diagnostiziert – in Berlin sind es jedes Jahr mehr als 1600 neue Patientinnen. Die Erkrankung ist zu 90 Prozent heilbar, wenn der Tumor kleiner als ein Zentimeter ist. Knoten, die so klein sind, dass man sie beim Abtasten der Brust nicht erkennt, können im Röntgenbild sichtbar gemacht werden. Tatsächlich werden die Knoten heute in den meisten Fällen von den Frauen selber ertastet, und dann sind sie oft deutlich größer. Denn tastbar sind sie erst ab etwa zwei Zentimetern Durchmesser.

In Berlin gibt es sieben Brustzentren an Krankenhäusern, die im Rahmen so genannter ChronikerProgramme auf die Behandlung dieses Tumors spezialisiert sind. Dazu gehört, dass in den Zentren jährlich mindestens 150 Brustoperationen stattfinden und die Chirurgen je mindestens 50 Operationen im Jahr nachweisen müssen. So soll sichergestellt werden, dass die Mediziner auch über entsprechende Erfahrungen verfügen. Außerdem müssen in das Programm niedergelassene Ärzte integriert werden, um die stationäre und ambulante Behandlung zu verzahnen. Informationen über die Brustzentren und entsprechende Adressen gibt es bei den Krankenkassen.

Vor allem ältere Frauen sind gefährdet, Brustkrebs zu erleiden. Deshalb haben alle zehn Millionen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in Deutschland alle zwei Jahre gesetzlichen Anspruch auf eine radiologische Untersuchung der Brust. In Berlin sollte dieses Mammografie-Screening für jährlich 220 000 Frauen Anfang 2006 starten. Wegen eines Streits zwischen Kassen und Ärzten wird es aber frühestens im Sommer losgehen. I.B./aml

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