• Jagdschloss-Aufbau nicht vor 2004 Höhe des Brandschadens und Denkmal-Konzept noch unklar

Berlin : Jagdschloss-Aufbau nicht vor 2004 Höhe des Brandschadens und Denkmal-Konzept noch unklar

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„Noch ein paar Wochen“ wird es dauern, bis Sachverständige die genaue Höhe des Brandschadens im Jagdschloss Glienicke festgestellt haben. Bernd Giersberg von der Feuersozietät sagte, dass die Schadenshöhe einen „einstelligen Millionenbereich“ nicht überschreiten werde. Mit einem Aufbau des vor drei Wochen nach einem elektrischen Defekt schwer beschädigen Südflügels – das abgebrannte Dach wird gerade mit einem Schutzgerüst gesichert – rechnet die Senatsbauverwaltung erst im nächsten Jahr.

Zunächst müsse ein Konzept für die Rekonstruktion des denkmalgeschützten Hauses gefunden werden. Unklar sei auch, wer den Aufbau überwache, sagte Petra Reetz aus der Senatsbaubehörde. Die Überwachung sei Aufgabe von SteglitzZehlendorf, könnte aber auch an die Senatsbauverwaltung als oberster Denkmalschutzbehörde abgegeben werden. Baustadtrat Uwe Stäglin sagte, die Senatsbehörde müsse sich um den Aufbau kümmern, dem Bezirk fehle Personal.

Von den Brandfolgen ist die Arbeit der sozialpädagogischen Fortbildungsstätte Jagdschloss Glienicke noch stark beeinträchtigt. Wie die stellvertretende Leiterin Arnhild Martin-Balloff mitteilte, können nicht nur der Südflügel, sondern auch das Hauptgebäude nicht genutzt werden, weil der Brand auch dessen Treppenhaus beschädigt hat. Im Südflügel waren vor allem die Verwaltung untergebracht, für die ein Büro-Container eingerichtet wird. Man hoffe, alle geplanten Fortbildungsveranstaltungen anbieten zu können, sagte Frau Martin-Balloff. Es habe bereits Hilfsangebote für Ausweichquartiere gegeben. Auch die übergeordnete Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport wolle Räume in der ehemaligen Landesbildstelle in Moabit zur Verfügung stellen.C. v. L.

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