Berlin : Jazz aus sieben Ländern

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Kunst am Wochenende . Die neue Galerie des Malers Edward B. Gordon am Monbijouplatz 10 in Mitte ist künftig auch am Wochenende geöffnet. Bislang konnte man seine Werke nur mittwochs bis freitags von 14 bis 20 Uhr sehen, jetzt auch sonnabends und sonntags von 14 bis 19 Uhr. Gordon, der für die TagesspiegelSerie „Berliner Blicke“ die Zeitungsproduktion malte, ist zudem in einer Ausstellung im Quartier 207, Friedrichstr. 76, zu sehen (Café Gourmet/Galerie Ulrich Guttmann). Auch André Krigar ist seit gestern mit einer neuen Ausstellung in der Galerie Classico, Schützenstr. 52 in Steglitz, mit Stadtbildern präsent. Zur Vernissage wurde das Buch „Hier und jetzt und einmal“ mit Bildern Krigars und Gedichten Günter Kunerts vorgestellt (Dahlemer Verlagsanstalt). Krigar hatte für die „Berliner Blicke“ ein Gemälde vom Potsdamer Platz beigesteuert.

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Liebe zu dritt. „Vom Seitensprung zur Dreierbeziehung“ heißt ein Buch, das die Autorin Helga Frisch beim Cornelia Goethe Literaturverlag veröffentlicht hat. Die Autorin war lange Jahre Pfarrerin der evangelischen Grunewaldgemeinde. Nach einer zusätzlichen Ausbildung arbeitet sie in einer eigenen Praxis für Psychotherapie. In ihrem Buch stellt Frisch typische Seitensprung-Konstellationen dar und analysiert sie. Das Buch zeigt laut Verlag, „dass Seitensprünge nicht verharmlost, aber auch nicht generell verurteilt werden können“. ac

Die sonst so stille Straße „In den Ministergärten“ war in der Nacht zum Sonnabend eine von Tonteppichen belegte Jazz-Meile. Aus jeder Landesvertretung klangen oder dröhnten die Rhythmen von 15 Bands. Berlins Jazzfreunde pilgerten von Bühne zu Bühne, wem es im Saarland zu cool war, der konnte sich bei den Hessen erwärmen oder in Niedersachsen New Jazz genießen. In der Publikumsgunst dieses nun schon dritten Jazz-Festivals lagen die Matadore aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ganz vorn. Jubelstürme galten dem Temperament, mit dem der 81-jährige Dietrich Gast die 20köpfige Jugend-Bigband aus Rostock zu Glenn-Miller-Höchstleistungen dirigierte. Die vier Brandenburger Musikerinnen von „Venusbrass“ („wild, weiblich, virtuos“) heizten den Saal auf Saunatemperatur, bis Jazz-Lady Uschi Brüning und ihre Freunde plus Ernst Ludwig Petrowsky die Gemüter wieder beruhigten. Lo.

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