Berlin : Jeden Tag ein bisschen britischer

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Die Häuser am Gendarmenmarkt werden Teil der Londoner City. Und was nicht halbwegs britisch aussieht, wird verdeckt: Die Bauarbeiten der Kulisse für den Film „In 80 Tagen um die Welt“ laufen auf Hochtouren. Passanten und Anlieger freuen sich, jedenfalls die meisten. „Da kommt mal wieder Arbeit und Geld in die Stadt“, sagt Helmut Duzy aus Wedding. Hans Bartels, Anwohner des Gendarmenmarktes, findet die „sommerlichen Bierzelte viel hässlicher“. Und Igowa Stefanta freut sich jeden Tag beim Vorbeigehen, bei den AufbauArbeiten zusehen zu können. Hanna Pfahl, Rentnerin und ebenfalls Anwohnerin, hat auch nichts gegen die Kulisse: „Bloß schade, dass sie auf Berlins schönstem Platz das alte London darstellen wollen.“ Nur Kellner Giovanni vom italienischen Restaurant „Trenta Sei“ ist ein wenig skeptisch. Er und seine Kunden blicken die nächsten Monate auf die schattige Rückseite der Kulisse – ein riesiges Stahlgerüst. Bleiben deswegen Kunden weg? Das könne er nicht sagen. Vielleicht werden es ja mehr. Und auch Giovanni ist gespannt. Der Film sei eine Bereicherung für den Platz. Zudem ist er Lärm und Schatten gewöhnt: „Die Doppeldecker, die hier die ganze Zeit vorbeirauschen, stören uns viel mehr.“ lee/Foto: Meißner

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