Berlin : Jeder 13. Berliner lebt von Sozialhilfe

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In Berlin lebt jeder 13. Einwohner von Sozialhilfe. Insgesamt waren Ende 2003 rund 260 000 Menschen auf Unterstützung angewiesen – 9000 mehr als im Jahr davor. Nach den gestern vorgelegten Zahlen des Statistischen Bundesamtes liegt Berlin (7,7 Prozent) in der SozialhilfeStatistik bei den Bundesländern auf dem zweiten Platz. Nur in Bremen erhalten, bezogen auf die Zahl der Einwohner, mehr Menschen Sozialhilfe: Dort liegt die Quote bei 9,2 Prozent. Die wenigsten Sozialhilfeempfänger hat Bayern, dort erhalten 1,8 Prozent der Menschen Hilfe. Im Vergleich der Großstädte ab 100 000 Einwohner belegt Berlin mit Hannover den siebten Platz. Vorn liegen Bremerhaven (11,8 Prozent) und Kassel (9,9 Prozent). Die Großstadt mit der geringsten Sozialhilfequote ist Erlangen (1,9 Prozent). In besonderem Maße bedürftig sind Kinder bis 15 Jahre – in Berlin lebt inzwischen jedes Fünfte von Sozialhilfe.

Für Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) ist die Berliner Situation in Zusammenhang mit der seit Jahren hohen Arbeitslosigkeit in der Stadt zu erklären. Aus diesem Grund sei es richtig, wenn erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger die gleichen Förderungen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erhalten wie Arbeitslosenhilfeempfänger. Beide Gruppen werden künftig durch das Arbeitslosengeld II die gleichen Leistungen erhalten und in den Job-Centern betreut. sik

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