Berlin : Jeder König muss ein Kettenglied stiften

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Am Sonntag marschiert die Spandauer Schützengilde wieder vom Rathaus zum Schützenhof - so, wie es seit Jahrhunderten Tradition ist. Auf den scheidenden Schützenkönig Eberhard Kroohs werden die begleitenden Polizisten ein besonderes Auge werfen: Er trägt die wertvolle Königskette, die inzwischen 379 goldene Glieder zählt, das älteste stammt von 1556. Bis 1334 lässt sich die Geschichte der Gilde zurückverfolgen, die einst die Stadt Spandow vor Raubrittern schützen sollte. Vermutlich ist die Vereinigung aber noch viel älter.

Zu den teuren Pflichten jedes Schützenkönigs gehört der Kauf einer neuen Kettengliedes, das seinen Namen trägt und rund 2000 Mark kostet. Heute haben die Einzelteile Einheitsgröße und werden von Goldschmied Achim Krischke jeweils um das vorhergehende Glied herumgeschmiedet.

Nach einem Platzkonzert mit Freibier ab 13 Uhr am Sonntag vor dem Rathaus an der Carl-Schurz-Straße macht sich die heute rund 90 Mitglieder zählende Gilde mit musikalischer Begleitung auf den Marsch zur Niederneuendorfer Allee. Im Garten des Schützenhofes, in dem bereits ab 10 Uhr ein Platzkonzert stattfindet, wird dann weiter gefeiert. Und am Himmelfahrtstag findet dann schließlich das 666. Königsschießen statt.

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