Berlin : Jeder vierte Berliner arbeitet ehrenamtlich

Am häufigsten engagieren sich die freiwilligen Helfer im Sportbereich

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Fast jeder vierte Berliner über 14 Jahre (24 Prozent) engagiert sich laut einer repräsentativen Studie der Paritätischen Wohlfahrtsakademie freiwillig. Damit liegt die Hauptstadt jedoch weit unter dem bundesweiten Durchschnitt von 34 Prozent. Die Bereitschaft, ehrenamtlich zum Beispiel in Vereinen oder Sozialeinrichtungen zu arbeiten, ist im Ostteil der Stadt wesentlich geringer als im Westteil ausgeprägt: 26 Prozent arbeiten im Westen ehrenamtlich – 19 Prozent im Osten. Besonders auffällig ist die Gruppe der 46 bis 65-Jährigen: Nur ein Drittel engagiert sich im Ostteil, dagegen arbeiten mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe im Westteil ehrenamtlich.

Am häufigsten engagieren sich Berlins Ehrenamtliche im Sport, gefolgt von freiwilligen Tätigkeiten in Schulen und Kindergärten. Ehrenamtliche Mitarbeit in Kirchen spielt eine geringere Rolle als andernorts. Die Mitarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr oder Rettungsdiensten wie dem Technischen Hilfswerk und dem Roten Kreuz liegt bei den Berlinern sogar deutschlandweit am niedrigsten (ein Prozent der Engagierten).

Was die 900 in der Studie Befragten motiviert, ehrenamtlich zu arbeiten, beantworteten 82 Prozent mit „Spaß an der Tätigkeit“, gefolgt vom Wunsch, „etwas für das Gemeinwohl tun zu können“ (78 Prozent), „anderen zu helfen“ (72 Prozent) und „mit Menschen zusammenzukommen, die sympathisch sind“ (71 Prozent). Am wenigsten erwarten die Befragten, ihr freiwilliges Engagement für berufliche Möglichkeiten zu nutzen. sib

Studie zu Freiwilligen-Engagement: www.berlin.de/beeport

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