Jenseits von Hamburger und Cola : Amerikanische Spezialitäten in Dahlem

Beim Event "The Flavor of America" wurde in der Berliner Residenz des US-Botschafters aufgetischt.

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Schöne Aussichten. Hier residieren die US-Botschafter. Foto: picture alliance / BREUEL-BILD
Schöne Aussichten. Hier residieren die US-Botschafter.Foto: picture alliance / BREUEL-BILD

Seit dem Amtsantritt Donald Trumps als Präsident ist die Dahlemer Residenz des amerikanischen Botschafters verwaist. US-Geschäftsträger Kent Logsdon hauchte der Villa im Wartestand jetzt Leben ein, indem er in deren Garten zu einer Kostprobe amerikanischer Lebensmittel lud. Titel des Events: „The Flavor of America“. Schon zum dritten Mal fand diese Veranstaltung statt, die auch gegen möglicherweise immer noch existente Vorurteile angeht, nach denen Amerikaner sich am liebsten von Fast-Food-Burgern und Cola ernähren.

Zünftige Namen und geschmackliche Harmonien

Das Wein-Haus Ernest und Julio Gallo, den meisten aus Supermärkten bekannt, war vertreten mit der erleseneren Linie, die nicht nur durch feine geschmackliche Harmonien, sondern auch durch zünftige Namen wie „Canyon Road“ und „Ghost Pines“ auffällt. Die handwerklich gefertigten Biere stehen dem nicht nach. Die Stone Brewery etwa brachte mit „Arrogant Bastard Ale“ ein wohlschmeckendes Beispiel flüssiger Arroganz mit. Dass die USA nach China die zweitfleißigsten Bierbrauer der Welt sind, und Deutschland da erst den fünften Platz belegt, konnte man nebenbei auch noch lernen.

Jakobsmuscheln mit Kräutern, Burger vom wilden Lachs im Brioche-Bun sowie Waffeln aus Süßkartoffeln demonstrierten die kulinarischen Ambitionen der Amerikaner. Ausgezeichnet wurden die Gewinner eines kalifornischen Walnuss-Pralinen-Wettbewerbs und das Team um Major Domus Ernst Hoepfler punktete mit Cranberry-Küchlein und Thunfisch-Canapés. Unter anderem testete der britischen Botschafter Sir Sebastian Wood.

Ende Oktober zieht der neue Botschafter ein - vielleicht

Das Thema Wahlen war omnipräsent, aber auch die Frage, wann der neue Botschafter hier einzieht, wurde erörtert. Sobald Richard Grenell das übliche Prozedere hinter sich hat, kann er loslegen. Ende Oktober, so die vorsichtgen Schätzungen, dürfte es aber werden.

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