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Berlin : Jetzt hackt’s auch bei den Köttbullar Kein Pferdefleisch drin – zumindest nicht in Berlin

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Sie sind für viele Kinder das Leckerste von allem, was in den Restaurants der Ikea-Möbelhäuser angeboten wird: die kleinen runden Hackfleischbällchen, genannt „Köttbullar“. Doch am Montag wurde bekannt, dass die Behörden in Tschechien auch in Köttbullar Pferdefleisch entdeckt haben. In Berlin wie überhaupt bundesweit brauche man aber keine Bedenken zu haben, erklärte die Deutschlandzentrale von Ikea in Hofheim/Taunus auf Anfrage. Analysen zahlreicher bundesweit genommener Proben hätten in den vergangenen Tagen ergeben, „dass in den hierzulande angebotenen Köttbullar mit Sicherheit kein Pferdefleisch vorhanden ist.“ Deshalb würden die Köttbullar in Deutschland weiter verkauft.

In Tschechien war Pferde-DNA in einer Köttbullar-Tiefkühlpackung der Ikea-Filiale der Stadt Brno gefunden worden. Die Packung soll aus Schweden stammen. Ob die nach Berlin und in andere deutsche Regionen gelieferten Köttbullar aus anderen schwedischen Produktionsstätten kommen als die in Tschechien untersuchten Bällchen, konnte Ikea-Sprecher Kai Hartmann nicht sagen.

Im Landeslabor haben Berlins Bezirke am Montag die letzten eingesammelten Dönerproben in Sachen Pferdefleisch zur Untersuchung abgegeben. Insgesamt sind in Berlin seit Beginn der vergangenen Woche rund 120 Proben von diversen Fertigfleischprodukten genommen worden. Zwei Drittel wurden schon untersucht. In drei Fällen wies das Labor Anteile von Pferdefleisch nach. Zweimal waren Döner betroffen, bei den Herstellern der Spieße wurde Ware sichergestellt. Bei der dritten Probe handelte es sich um Zigeunersteaks einer Penny-Eigenmarke. Das Produkt wurde bundesweit eingezogen.

Die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz hatte die Bezirke Anfang der vergangenen Woche gebeten, einen Schwerpunkt auf Dönerproben zu legen, da man in Berlin – der Hauptstadt des Döner – darauf besonders achten müsse. In Brandenburg wurden bislang 22 Proben eingesammelt, zehn davon sind bereits untersucht. Vier enthielten Pferde-DNA. Darunter war Rindergulasch der Firma „Dreistern Konserven“ aus Neuruppin und tiefgefrorene Lasagne Bolognese der Firma Eismann. Christoph Stollowsky

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