Berlin : Jobcenter wollen Jugendliche besser fördern

Berlin - Die Jobcenter wollen weiter verstärkt junge Arbeitslose qualifizieren. Wie es in einer Bilanz der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg über die Arbeit der Jobcenter seit Einführung von Hartz heißt, ist wegen der oft zahlreichen, individuellen Probleme dafür ein breites Angebot notwendig. Es reicht von Sprachförderung über das Nachholen des Hauptschulabschlusses bis zu Ausbildungsprojekt. Rund 25 000 Jugendliche in Berlin sind arbeitslos. Neun Jobcenter bieten beispielsweise derzeit eine Ausbildung für Jugendliche an, die bei ihrer ersten Lehre gescheitert sind. Sie können sich zum Fachlageristen oder Verkäufer ausbilden lassen. Ein Projekt des Jobcenters Spandau fördert besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund. Nach einem halben Jahr konnte bereits die Hälfte der 100 Teilnehmer in eine Arbeit vermittelt werden. Insgesamt betreuen die zwölf Jobcenter rund 203 000 Arbeitslose, 90 000 von ihnen sind seit mehr als einem Jahr ohne Arbeit.

Bis 2010 muss nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Organisation der Jobcenter – bisher eine Mischbehörde aus Arbeitsagentur und Bezirksamt – geändert werden. Derzeit wird in der Senatsverwaltung für Arbeit das Modell „kooperatives Jobcenter“ des Bundesarbeitsministeriums diskutiert. Dieses sieht vor, dass Arbeitslose weiter unter einem Dach betreut werden, anders als bisher jedoch nur auf Grund freiwilliger Vereinbarungen. Demnächst wird sich der Senat mit dem Modell, das in vielen Bundesländern umstritten ist, beschäftigen. sik

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