Berlin : Jobkiller Schwarzarbeit

BAUGEWERBE: 40 000 Stellen seit 1995 verloren

-

Umsatz und Beschäftigung im Berliner Bauhauptgewerbe sind in den vergangenen zehn Jahren um zwei Drittel zurückgegangen. Das zeigt eine aktuelle Übersicht des Statistischen Landesamtes, die im Januar veröffentlicht wird und dem Tagesspiegel auszugsweise bereits vorliegt. Demnach arbeiteten 1995 noch 60 200 Menschen im Bauhauptgewerbe, 2005 waren es nur noch 19 450, also rund 68 Prozent weniger. Auch der Gesamtumsatz ging um zwei Drittel von 6,2 Milliarden Euro 1995 auf 2,2 Milliarden Euro 2005 zurück.

Dagegen blieb die Zahl der Betriebe in den letzten zehn Jahren relativ konstant. Im Vergleich zu 1995 gab es 2005 sogar 295 Betriebe mehr, insgesamt waren es 3956. „Das liegt daran, dass aus jeder Insolvenz neue Betriebe hervorgehen“, sagt Heiko Wiegand von der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg. „Von 100 gekündigten Mitarbeitern machen sich im Durchschnitt zehn selbstständig.“ Dabei handele es sich aber um Betriebe mit wenigen Angestellten. So belief sich der Anteil der Betriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern im Juni 2005 auf 95,9 Prozent. Mehr als die Hälfte aller tätigen Personen war in Klein- und Kleinstbetrieben beschäftigt.

„Je mehr Betriebe es gibt, desto schlechter geht es der Branche“, sagt Wiegand. „Auch 2006 wird die Zahl der Beschäftigten weiter runtergehen. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre gehen wir von einem Rückgang der Beschäftigtenzahl um 13 Prozent aus. Für das Bauvolumen rechnen wir mit einer Einbuße von vier Prozent.“ Neben der schlechten Wirtschaftslage sei das Hauptproblem in Berlin die Schwarzarbeit, die in den vergangenen Jahren immer stärker um sich gegriffen habe. cow

Dienstag, 10. Januar

16 Uhr: „Mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft in Brandenburg und Berlin“, Vortrag an der Technischen Fachhochschule Berlin (TFH). Ort: TFH – Haus Bauwesen, Luxemburger Straße 9, Berlin-Wedding. Infotelefon: 450 40.

Mittwoch, 11. Januar

19 Uhr: Erster Kontaktabend des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg (BPW) 2006. Der Kontaktabend des BPW wird von der Berliner Volksbank ausgerichtet. Zu der Veranstaltung am 11. Januar 2006 in der Bambushalle im Top Tegel in Berlin (Wittestraße 30, Haus M) werden mehr als 200 Experten aus dem BPW-Netzwerk erwartet sowie rund 400 Teilnehmer. Bis zum 17. Januar 2006 können alle Teilnehmer noch ihre Wettbewerbsunterlagen für die erste Stufe des BPW einreichen. Kurzentschlossene können sich für den Kontaktabend anmelden, unter der Hotline: 21 25 21 21.

Montag, 16. Januar

14 bis 18 Uhr: „Das gerichtliche Mahnverfahren und die Zwangsvollstreckung.“ Das IHK-Seminar (Kosten: 100 Euro) richtet sich an Mitarbeiter in Unternehmen, die sich mit dem Forderungseinzug befassen. Infotelefon: 31 51 08 14. Internet: www.ihk-berlin24.de.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben