Berlin : Joe Saxinger, der bayerische Kanadier, macht Büffelwurst

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Neben den Branchenriesen stellen auf der Grünen Messe auch Hunderte Kleinunternehmer aus. Viele haben tolle Ideen und stecken viel Liebe in ihr Produkt. Einen präsentieren wir hier jeden Tag. Heute: Joe Saxinger,72, Inhaber der „Sage Hill Buffalo Ranch“ in Kanada.

Joe Saxinger muss nur „Hi, girls“ schreien und schon kommen sie angetrampelt: Hunderte Büffel, über die Hügel der „Sage Buffalo Ranch“ hinweg, direkt hinunter zum Gatter. „Ich habe sie aufgezogen. Sie denken, ich habe Haferflocken dabei“, sagt Joe. Vielleicht ist es aber auch sein deutscher Akzent, den die B3üffel wiedererkennen, denn Joe Saxinger war früher mal „der Saxinger Joseph“, damals, als er noch Bayer war und in Passau lebte. Im Jahr 1954 ist Joe dann nach Kanada ausgewandert. Jahrelang hat er dort Landmaschinen verkauft. Doch seine große Leidenschaft hat er erst mit 64 Jahren entdeckt: die Büffelzucht.

Büffel sind einzigartig, findet Joe Saxinger. „Sie passen auf sich selbst auf. Uns Menschen brauchen sie nicht.“ 400 Tiere hat Saxinger mittlerweile. Mit ein paar Kälbern hatte er angefangen. Mehr konnte er sich nicht leisten, denn immerhin kostet so ein Büffelkalb rund 3500 kanadische Dollar. Auf Joes Farm, die 600 Hektar groß ist, schlafen die Tiere unter freiem Himmel und fressen das Gras der Prärie. Joe düngt den Boden nicht, und er spritzt auch keine Antibiotika.

Seine Steaks, Salamis und Wurst verkauft der 72Jährige auf Märkten und direkt vom Hof. „Büffelfleisch ist sehr mild und besonders gesund. Es ist kalorien-, fett- und cholesterinarm, dafür aber reich an Eiweißen, Mineralien und Eisen“, zählt Joe auf. Die Saxingers selbst essen auch fast nur Büffelfleisch, zubereitet vom Farm-Chef persönlich: „Kochen ist mein Hobby“, sagt der Deutsch-Kanadier. Und darin ist er gut: Erst kürzlich hat Joe bei einem Kochwettbewerb den ersten Preis gewonnen – für Büffelgulasch.vv/rcf

Joe Saxinger ist in Halle 7.2c an Stand 11 zu finden. Er hat 3000 Kilo Fleisch mit nach Berlin gebracht. Das Kilo gibt es ab 20 Euro. Er verkauft aber auch Würste. Unbedingt probieren: den Leberkäs’.

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