Berlin : Jogger starb am Bahnübergang

Er hatte geschlossene Schranken und Warnsignale ignoriert

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Ein Jogger ist am Sonnabendnachmittag von einer SBahn überrollt worden und gestorben. Der 45-Jährige hatte gegen 16.20 Uhr am Bahnübergang Buckower Chaussee die Schienen gekreuzt, obwohl die Halbschranken geschlossen waren. Auch das rote Warnsignal im Andreaskreuz ignorierte der Mann. Ein Richtung Stadt fahrender Zug der Linie 2 erfasste den Sportler. Die Bahn fuhr zu diesem Zeitpunkt noch sehr langsam, da sie an der nur etwa 20 Meter entfernten Station gehalten hatte. Der Jogger starb noch an der Unfallstelle. Da er in der Sportkleidung keine Papiere bei sich trug, wurde seine Identität erst durch eine Vermisstenanzeige seiner Ehefrau in der Nacht geklärt. Der 42-jährige Triebwagenführer wurde mit einem Schock im Krankenhaus behandelt.

Die Buckower Chaussee war zwischen 16.30 und 18.30 Uhr zwischen Motzener Straße und Richard-Tauber-Damm gesperrt. Der S-Bahn-Verkehr war bis 19 Uhr unterbrochen. Am selben Bahnübergang war im Juni 2002 ein Radfahrer getötet worden. Auch dieser Mann hatte die geschlossenen Halbschranken umfahren. Wie es bei der Bahn hieß, werden 97 Prozent aller Unfälle an Bahnübergängen von Autofahrern oder Fußgängern verschuldet. Die Bahn trägt nur an drei Prozent der Unfälle die Schuld, technisches Versagen ist sehr selten. Seit den 80er Jahren gibt es Pläne, die vier Übergänge über die Gleise der Dresdner Bahn in Lichtenrade und Marienfelde zu beseitigen, bislang scheiterte das aber an den Kosten. Ha

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