• Josef Paul Kleihues entwarf neues Handelszentrum in Biesdorf-Süd - Baubeginn im Sommer 2000

Berlin : Josef Paul Kleihues entwarf neues Handelszentrum in Biesdorf-Süd - Baubeginn im Sommer 2000

Steffi Bey

Biesdorf-Süd, nahe der Bundesstraße 1/5 gelegen, erhält bis zum Herbst 2001 einen neuen, zentralen Ortskern: Direkt am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz wird ein Einkaufs- und Unterhaltungszentrum, mit einer Bruttogeschossfläche von rund 120000 Quadratmetern entstehen.

Der Architekt Josef Paul Kleihues entwickelte das 220 Millionen Mark teure Projekt. "Es soll ein ganz besonderes Handelszentrum werden, das sich auf den ersten Blick von den anderen in Marzahn oder Hellersdorf unterscheidet", erklärte Kleihues.

Man habe es schließlich auch mit einer besonderen Lage im Entwicklungsgebiet Biesdorf-Süd zu tun: Das Baufeld liegt an einem vielbefahrenen Verkehrsknotenpunkt, in einem Bereich, der in den kommenden Jahren um 4400 Wohnungen wächst - und außerdem am Stadtrand. Die Verbindung zum benachbarten Brandenburg will der Architekt mit der gelblichen Ziegelfassade der einzelnen Gebäude herstellen, die an Märkischen Sand erinnert. Das aus Torfbrand bestehende Material sei zudem unempfindlich gegen Witterungseinflüsse, erklärte Kleihues.

Das Projekt besteht aus mehreren Bauten: Aus einem zweistöckigen Selbstbedienungswarenhaus, das Kaufland nutzen wird, und aus Blöcken, in denen Handels-, Dienstleistungs- sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen einziehen. Alle Gebäude erhalten mit Blick auf den 9000 Quadratmeter großen Markplatz 4,75 Meter hohe Arkaden. Von diesem Platz aus kann man über eine Mall kleine Shops erreichen.

Das sogenannte Stadthaus soll einmal eine dominante Stellung in dem gesamten Areal erhalten und ist deshalb von allen Seiten mit Arkaden umsäumt. Neben einer kommunalen Bibliothek und verschiedenen Begegnungsstätten werden sich dort gastronomische Einrichtungen niederlassen. Den Nutzern stehen insgesamt 1850 Stellplätze, die meisten in einer Tiefgarage, zur Verfügung. Bürgermeister Harald Buttler (PDS) äußerte sich gestern zufrieden über den jetzt erreichten Planungsstand.

"Eigentlich wollten wir schon weiter sein, doch wenn im nächsten Juni Baubeginn ist, sind wir auf dem besten Wege", so der Politiker. Wie berichtet, kam es zu Verzögerungen, weil die erste Investorengemeinschaft vom Projekt zurücktrat.

Erst als die Kölner GEG Grundstücksentwicklungsgesellschaft H. H. Göttsch KG Ende 1998 in das Vorhaben einstieg, kamen die Planungen ins Rollen. Sie war es auch, die den Architekten Kleihues für das Zentrum gewinnen konnte.

Nüchtern stellte der Fachmann aber gestern klar: "Ich gebe bei jeder Aufgabe mein Bestes, Standortunterschiede mache ich keine."

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben