Berlin : „Jubelplattform“ auf dem Ku’damm

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Feiern unter Aufsicht. Für Fußballfans jeglicher Nationalität hat die Polizei nach den bisherigen Erfahrungen mit der Weltmeisterschaft auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße eine „Jubelplattform“ eingerichtet, die sich auch gestern nach dem Sieg der Türkei bewährt hat. Um zu verhindern, dass Tausende von feiernden Fans das Zentrum unkontrolliert lahm legen, sperrt die Polizei auch am Sonntag von vornherein den Straßenzug nach Spielschluss. Erschwert wird dies an diesem Wochenende durch die gleichzeitige Sperrung der Stadtautobahn zwischen der Anschlussstelle Kurfürstendamm und dem Kreuz Wilmersdorf. Deshalb wird der obere Kurfürstendamm in Halensee als Ausweichroute benötigt.

Die Polizei versucht deshalb, den Jubelkorso auf den Abschnitt Joachimstaler Straße und Olivaer Platz zu beschränken. Hier können „Rundfahrten“ stattfinden. Erst wenn zu viele jubeln, wird die Sperrung bis zum Henriettenplatz in Halensee erweitert.

Wer sich zu Fuß austoben will, soll sich auf den Abschnitt zwischen Joachimstaler Straße und Nürnberger Straße beschränken, den die Polizei zur „Fan-Meile“ erklärt hat und ebenfalls absperrt. So könnten die Fans ungestört feiern und Autofahrer, die nicht mitmachen wollen, sich rechtzeitig andere Wege suchen, teilte die Polizei mit.

Den Lärm will sie bis 22 Uhr dulden. Danach wolle sie im Interesse der Anwohner versuchen, die Feiern ausklingen zu lassen. Und Dienst bleibt sowieso Dienst. Beim Verdacht auf Alkohol am Steuer eines Jubel-Wagens werde eingegriffen, egal, wer das Spiel gewonnen hat, kündigte die Polizei am Sonnabend weiter an. kt

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