Berlin : Jüdische Gemeinde: Streit wegen Wahlen zur Repräsentantenversammlung

apa

Im Vorfeld der im März bevorstehenden Wahlen zur Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde werden die Auseinandersetzungen schärfer: Der bisherige Gemeindevorsitzende Andreas Nachama hat am Freitag eine Einstweilige Verfügung erwirkt, worin er es dem ebenfalls für das Gemeindeparlament kandidierenden Heinz Seefeld untersagen lässt, weiterhin zu behaupten, dass seine - Nachamas - Ehefrau und sein Sohn für ihre Mitarbeit bei Veranstaltungen der Jüdischen Gemeinde Einkommen beziehen.

Seefeld hatte dies in einem offenen Brief an den Wahlleiter Andreas Schmidt von Puskas behauptet und eine Kopie an den Tagesspiegel versandt, der am 8. Februar darüber berichtete. Diese Behauptung sei absurd, sagte Nachama, genauso wie der ebenfalls in dem Brief erhobene Widerspruch gegen seine Kandidatur. Laut Seefeld darf Nachama durch einen Passus in der Wahlordnung durch sein bislang ausgeübtes und vergütetes Amt gar nicht zur Wahl aufgestellt werden. Letzteres sei nur eine politische Frage, sagte Nachama, die Vorwürfe gegen seine Angehörigen beträfen jedoch alle, die in der Gemeinde ehrenamtliche Arbeit verrichteten. Sarah Nachama war bei den Jüdischen Kulturtagen tätig, ihr Sohn Alexander amtiert als Kantor in der Synagoge Hüttenweg. Seefeld selbst behauptet, über die Verfügung noch nicht offiziell informiert worden zu sein.

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