Berlin : Jüdisches Museum: Computerausfälle im Museum

jul

Wer an diesem Wochenende das neu eröffnete Jüdische Museum besuchte, dem fiel ziemlich bald auf, dass ein Großteil der interaktiven Computer-Terminals, die man selber bedienen soll und an denen man vertiefte Kenntnisse erlangen kann, nicht funktionierte. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene stellen diese Computer aber eine der wichtigsten Attraktionen des Museums dar. Der Lerneffekt und das "Anfassen-Können" sollte etwas ganz Besonderes an den Ausstellungen sein. Immerhin 60 dieser Terminals sind über das gesamte Museum verteilt, 19 davon in der Ausstellung, der Rest im Learning Center, das jedoch von den Ausfällen nicht betroffen war. Die Computer bieten eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Stellwänden und Präsentationskästen.

Zum Thema Fototour: Das Jüdische Museum in Bildern Pressesprecherin Eva Südermann verwies als Erklärung für die Ausfälle lediglich auf die sehr kurze Laufzeit des Systems, das noch anfällig für "Kinderkrankheiten" sei. Es habe sich hauptsächlich um Software-Probleme gehandelt, und natürlich sei auch der große Besucheransturm letzte Woche dafür mitverantwortlich. Aber fast alle Störungen seien am Montag schon wieder behoben worden. Lediglich die Ja-/Nein-Computer, an denen über aktuelle politische Fragen wie der Zuwanderungsfrage abgestimmt werden soll, würden noch nicht wieder funktionieren.

Dienstag und Mittwoch bleibt das Jüdische Museum aufgrund der Feierlichkeiten zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana geschlossen. Südermann ist zuversichtlich, dass auch die restlichen Terminals von Donnerstag an wieder betriebsfähig seien, wenn das Museum seine Türen erneut für die Besucherheere aufmacht.

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