Berlin : Jugend probt für den Urnengang

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Für Kinder und Jugendliche ist sie das Gegenstück zur „echten“ Wahl des Abgeordnetenhauses: die U 18-Jugendwahl am 8. September. Eine Woche vor der Abstimmung der Erwachsenen dürfen die Minderjährigen den Ernstfall in der Wahlkabine durchspielen und ihr Kreuz auf einen Stimmzettel setzen. Mit allem, was dazugehört: sorgfältige Vorbereitung, gespanntes Warten auf die Auszählungsergebnisse am Abend und eine Wahlparty, bei der vielleicht auch ein paar Politiker auftauchen.

Schirmherr der Aktion ist Walter Momper, der Präsident des Abgeordnetenhauses. Dort stellten die Initiatoren vom Netzwerk U 18 am Montag nicht nur ihr Projekt Jugendwahl, sondern auch die Erstwählerkampagne „06 – Mein erstes Mal“ vor. Am 17. September dürfen 16- und 17-Jährige erstmalig an den Wahlen zu den zwölf Berliner Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) teilnehmen, die zeitlich mit der Abgeordnetenhauswahl stattfinden. Hilfe und Orientierung erhalten die Jugendlichen von gleichaltrigen Mitgliedern sogenannter „Promoteams“, die leicht an ihren grellorangen T-Shirts zu erkennen sind.

„Wir kreuzen deinen Weg“, steht auf diesen T-Shirts, die Ada Pöhland (17), Deborah Barth (18) und Julia Kumbier (20) tragen. Auf der Rückseite der Hemden ist ein durchkreuzter roter Kreis zu sehen, ähnlich wie auf einem Wahlzettel. Mit Ada, Deborah und Julia werben zwölf Teams bei minderjährigen Erstwählern für die Teilnahme an den BVV-Wahlen. „Wir wollen allen zeigen was sie für Möglichkeiten haben“, sagt Ada. Wenn am 17. September viele gut informierte Erstwähler ihre Zettel in die Urne schieben, dann ist dies auch ihr Verdienst. Wer vorher lieber noch mal üben möchte, kann dies bei der U 18-Jugendwahl tun. Insgesamt 204 Wahllokale hat Anja Baer vom Netzwerk U 18 bereits organisiert, bis zum 8. September rechnet sie mit etwa 300. tja

Weitere Informationen im Internet:

www.u18.org

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