Filmpremiere : Taken 3 hätte man sich sparen können

96 Hours - Taken 3 startet im Kino. Liam Neeson und Forest Whitaker überzeugen, der Plot hingegen ist leider ziemlich klassisch. Eine Kritik aus unserer Jugendredaktion.

Cyrill Callenius
Immer am Drücker. Unser Autor hat das Gefühl, dass Liam Neeson in jedem zweiten Actionfilm mitspielt.
Immer am Drücker. Unser Autor hat das Gefühl, dass Liam Neeson in jedem zweiten Actionfilm mitspielt.Foto: dpa

Bryan Mills betritt mit den frischen Bagels, die er gerade im Laden um die Ecke gekauft hat, seine kleine Wohnung. Doch irgendetwas stimmt nicht... Ein blutiges Messer liegt auf dem Boden. Als er sein Schlafzimmer betritt, liegt sie dort, mit aufgeschnittener Kehle: seine Frau Lenore.
In "96 Hours – Taken 3" geht es also wieder um den Ex-CIA-Agenten Bryan Mills (Liam Neeson), der diesmal versucht, den Mord an Lenore (Famke Janssen) aufzuklären. Dabei wird er nicht nur von den Mördern seiner Frau verfolgt, sondern auch von der Polizei in Gestalt des Inspektors Franck Dotzler (Forest Whitaker), der Mills für den Mord verhaften will.

Zwar fällt damit die Geschichte etwas aus der "Taken"-Reihe, doch der Plot ist für einen Actionfilm ziemlich 08/15. Wirklich unerwartet ist kaum eine der Wendungen, und die Figuren wirken insgesamt zu klischeehaft.
Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass Liam Neeson in fast jedem zweiten Actionfilm mitspielt. Trotzdem macht es mir immer wieder Spaß, ihm zuzusehen. Auch dieses Mal füllt er die Rolle des Bryan Mills gut aus (wenn man mal vom Joggen absieht. Das sieht ziemlich lahm aus).


Auch Forest Whitaker gibt einen guten Inspektor ab - an den Schauspielern scheitert dieser Film also nicht. Die Actionszenen und Kampfchoreographien sind zwar auf keinen Fall schlecht, aber sie stechen nicht besonders positiv hervor. "96 Hours – Taken 3" ist aus diesen Gründen für mich kein Film, den man sich im Kino anschauen muss. Die Story ist zu 08/15, die Schauplätze zu unspektakulär. Ein solides Mittelmaß, das auch Zuhause ausreichend rüberkommt.

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