Berlin : Jugendliche folterten lernbehinderten Freund Richter erließ Haftbefehl gegen Trio

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Haftbefehle hat am Dienstag ein Richter gegen drei 18 und 19 Jahre alte Jugendliche sowie eine 20-jährige Frau erlassen, die am Sonntag stundenlang einen Lernbehinderten folterten. Der 20-Jährige aus einer betreuten Einrichtung in Spandau wurde mit Eisenstangen geschlagen. Die Täter zwangen ihn, Katzenkot zu essen. In seiner Verzweiflung versuchte das Opfer, sich die Schlagadern am Handgelenk aufzuschneiden.

Der Behinderte hatte gegen 1 Uhr einen ihm nur flüchtig bekannten 18-Jährigen in seiner Neuköllner Wohnung besucht. Als der Gast nach Hause wollte, griffen ihn die Täter an. Sie raubten dem Opfer das Mobiltelefon und seine Papiere; die Geheimnummer zur EC-Karte wurde aus ihm herausgeprügelt. Anschließen zogen drei der Täter los, um damit Geld abzuheben, der vierte Täter bewachte ihn. Da das Konto überzogen war, erhielten sie kein Geld. Erst nach drei Stunden ließ das Quartett sein Opfer früh um 4 Uhr frei. Der verängstigte Mann brachte erst im Lauf des Sonntags den Mut auf, sich einer Betreuerin in der Einrichtung anzuvertrauen. Die Frau benachrichtigte daraufhin die Polizei.

Die geständigen Täter wurden am Montag und Dienstag festgenommen und anschließend einem Richter zum Erlass von Haftbefehlen vorgeführt. Das Quartett sei unter anderem wegen Rauschmittelkonsums der Polizei bekannt, bisher aber wegen Raubes noch nicht in Erscheinung getreten, sagte der Polizeisprecher. weso

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