Berlin : Junge Kultur mit Skateboard, Streetball und BMX-Rad

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Noch steckt der "Mellow Park" unter einer Glasglocke, dreht sich auf dem aus Acrylplatten angefertigten Berlin-Modell zwischen zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten immer um die eigene Achse. Aber schon im Juni, wenn in der Altstadt das Straßen- und Kulturfest "Köpenicker Sommer" stattfindet, wird sich auch der Freizeitpark in der Friedrichshagener Straße zumindest für drei Tage mit Leben füllen. Für diesen Beitrag zur "Jungen Kultur im Neuen Berlin" hat die Jury einen ersten Preis vergeben.

Bisher ist auf dem Gelände des ehemaligen Kabelwerks Köpenick nichts zu sehen, nur Schutt und Müll hinter dem Zaun. "Aber die Treuhand hat gerade ihr Okay für unser Kulturevent gegeben", sagt der 23-jährige Jens Werner vom Jugend- und Kulturzentrum "All". Denn sie entscheidet über die 8600 Quadratmeter große Freifläche direkt neben dem Jugendclub. Zwar gilt das Angebot erst einmal nur für zehn Tage, also für das Festival sowie den Zeitraum der Auf- und Abbauarbeiten. Aber Jens Werner und die anderen Projektteilnehmer sehen darin ihre Chance, den "Mellow Park" unter Beweis zu stellen und zu zeigen, "wie das bei einer dauerhaften Einrichtung, die wir uns natürlich wünschen, laufen würde".

Bis dahin wollen sie einen Skate- und BMX-Park sowie Streetball-Plätze aufbauen. Auf den Bühnen werden bekannte Bands, aber auch junge Köpenicker Gruppen und andere weniger bekannte Berliner Künstler auftreten. Zusätzlich sind besprühbare Flächen für Graffitikünstler vorgesehen.

Einige Partner haben die Jugendlichen schon für ihre "Mellow-Park-Jam" gewonnen. Der Ausbildungszweig für Veranstaltungstechnik der Firma Siemens hilft mit der Technik, und das Lokalfernsehen FAB hat seine Unterstützung zugesagt.

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