Berlin : Junge Leute besetzten griechische Botschaft Aus Protest gegen Festnahmen

beim EU-Gipfel in Thessaloniki

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Die schweren Ausschreitungen und Großdemonstrationen anlässlich des am Wochenende beendeten EUGipfels in Thessaloniki hatten am Montag in Berlin ein gewaltsames Nachspiel: Rund 15 überwiegend jüngere Personen drangen am Vormittag gegen 11 Uhr in die griechische Botschaft am Wittenbergplatz ein, warfen Flugblätter aus dem Fenster, riefen Parolen und entrollten ein Transparent. Nach Angaben der Polizei kamen die Besetzer völlig überraschend. Sie forderten die Freilassung aller Demonstranten, die am Sonntag während der Ausschreitungen in der nordgriechischen Stadt festgenommen worden waren.

Wie berichtet, hatten die Gewalttäter nach der Kundgebung eines Linksbündnisses gegen die „restriktive EU-Einwanderungspolitik“ Geschäfte und zahlreiche Autos in Brand gesteckt. Welche Organisationen sich gestern an der Botschaftsbesetzung in Berlin beteiligten, war bis Redaktionsschluss unklar. Laut Polizei verlief die Aktion „relativ friedlich“. Als die Gruppe ins Gebäude eindrang, habe es kaum Rangeleien gegeben. Die sofort alarmierten Einsatzkräfte umringten für kurze Zeit die Botschaft und führten danach zehn Besetzer aus dem Gebäude. Diese leisteten keine Gegenwehr. Man habe ihre Personalien aufgenommen und sie danach freigelassen, hieß es abschließend. Die griechische Botschaft stellte keine Strafanträge gegen die Besetzer. cs

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