Berlin : JUSTIZ

-

Aus der Knastfreundschaft erwuchs nichts Gutes: Andre T. und Daniel W., zwei mehrfach vorbestrafte Drogenhändler, organisierten auch als Freigänger der JVA Düppel dreist illegale Geschäfte. Nach umfassenden Geständnissen verhängte das Berliner Landgericht am gestrigen Dienstag Haftstrafen von sieben und sechs Jahren gegen die 43 und 31 Jahre alten Männer. Der Angeklagte T. hatte im Sommer 2002 bei einem Hafturlaub frühere Kontakte zu einem holländischen Rauschgifthändler aufgefrischt und insgesamt viereinhalb Kilogramm Marihuana, ein Kilogramm Kokain und Amphetamine geordert. Sein Kumpel W. vermittelte ihm Abnehmer. Außerdem hatte er T. für die Abwicklung des Kokaingeschäfts knapp 5000 Euro vorgeschossen. „Also ein teuer bezahlter Freundschaftsdienst“, kommentierte das Gericht. K. G.

Messerstecherei in der U-Bahn: Angeklagter beruft sich auf Notwehr

Wegen einer Messerstecherei in einer U-Bahn der Linie 5 muss sich seit dem gestrigen Dienstag ein 21-jähriger Aushilfskoch vor dem Berliner Landgericht verantworten. John K. hatte in der Nacht zum 6. März letzten Jahres zwei junge Männer attackiert. Einer der Fahrgäste war durch einen Stich in die Brust lebensgefährlich verletzt worden. Im Prozess um gefährliche Körperverletzung berief sich K. auf Notwehr. Er sei in jener Nacht mit Freunden unterwegs gewesen, sagte der Angeklagte. In der U-Bahn hätte eine Gruppe russischer Jugendlicher einen Streit angefangen. „Sie haben mich geschlagen, ich geriet in Panik und stach zu.“ Bereits einen Monat zuvor hatte K. am S-Bahnhof Grünau ein Messer gezogen und einen Jugendlichen an der Hand verletzt. Auch in diesem Fall berief er sich auf Notwehr. K. G.

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar