Berlin : JUSTIZ

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Die Gaunerfamilie erschlich sich das Vertrauen einer 85jährigen Seniorin und plünderte das Konto der Frau: Günther E. (56), seine Ehefrau und Tochter (29) betrogen die Steglitzer Rentnerin innerhalb weniger Wochen um insgesamt 190000 Euro. Vor dem Landgericht zeigte sich das Trio gestern geständig. Die Angeklagten hatten sich als angebliche Mitarbeiter der Senatsverwaltung ausgegeben und so das Vertrauen der Frau erschlichen. Unter dem Vorwand, eine Datenerhebung durchführen zu müssen, hatten sie das Vermögen der früheren Blumenhändlerin ausspioniert. Gegen den Vater erging eine Haftstrafe von vier Jahren. Die 49-jährige Ehefrau wurde zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt, die Tochter zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten. K. G.

Türke wegen Rachemordes

an seiner Ehefrau vor Gericht

Weil Mahmut C. sie schlug, erwirkte die Ehefrau einen Wegweisungsbeschluss. Doch der 29-jährige Türke hielt sich nicht an das Annäherungsverbot. Zehn Wochen nach dem richterlichen Beschluss lauerte er ihr in einem Döner-Imbiss auf, wo die 24-jährige Mutter mit den beiden kleinen Kindern war. „Na, Steffi, hast du immer noch keine Angst?“, sagte er zu ihr, dann stach er zu, die junge Frau verblutete am Tatort. Seit gestern muss sich C. vor dem Berliner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Mord aus verletztem Ehrgefühl aus. Er habe seine Ehefrau, die sich von ihm getrennt hatte, als Eigentum betrachtet. Als er am 18. Oktober 2004 in dem Imbiss an der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg aufgetaucht war, soll er gleich nach seiner bedrohlichen Frage zugestochen haben. Als seine Schwiegermutter eingreifen wollte, wurde auch sie durch Stiche verletzt. C. hatte sich drei Tage nach den tödlichen Messerstichen der Polizei gestellt. Vor Gericht verweigerte der Angeklagte die Aussage. K. G.

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