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Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel  : Gefährlicher Islamist soll aus Haft entlassen werden

Er drohte während der Gefängniszeit mit Terroranschlägen. Dennoch soll ein Islamist einem Bericht zufolge bald aus einem Berliner Gefängnis entlassen werden.

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) in Berlin-Tegel.
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) in Berlin-Tegel.Foto: Thilo Rückeis

Ein Islamist soll einem Medienbericht zufolge in den kommenden Monaten aus der Haft entlassen werden – obwohl er im Gefängnis mit Anschlägen drohte. Mohamed A. stelle demzufolge aufgrund seiner gewalttätigen Persönlichkeit „eine Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland und die Personen in seinem Umkreis dar“, zitiert die „Berliner Morgenpost“ am Freitag aus einem Behördenvermerk.

Sowohl Staatsschutz als auch Polizei schließen nicht aus, dass der gebürtige Libanese „nach der Haftentlassung jede Gelegenheit für einen Anschlag/Angriff auf Ungläubige nutzen will“. Auslöser für die Prognose der Sicherheitsbehörden sei eine Durchsuchung der Zelle des Salafisten im Oktober 2016 gewesen, bei der ein Handy gefunden wurde, berichtete das Blatt. Die Auswertung habe ergeben, dass A. bundesweit Kontakte zu gewaltbereiten Islamisten pflege. 

Mohamed A. verbüße derzeit in der Justizvollzugsanstalt Tegel eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren wegen schweren Raubes. Der genaue Zeitpunkt seiner Entlassung aus dem Gefängnis steht dem Bericht zufolge noch nicht fest, weil ein Gerichtsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Es gehe aber derzeit nur noch um einige Monate im Gefängnis. Der Mann kann wohl nicht abgeschoben werden, weil er keinen Pass mehr hat und der Libanon Islamisten keine neuen Papiere ausstellt.

Aus Sicherheitskreisen heißt es, es werde geprüft ihm nach der Entlassung eine elektronische Fußfessel anzulegen. (Tsp, dpa)

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