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Kälteeinbruch : Wetterdienst kündigt Jahrhundertkälte an

Der Winter in Berlin schlägt schon in dieser Woche alle Rekorde: Mittwoch könnte der kälteste 1. Dezember seit Beginn der Aufzeichnungen werden. Experten sagen einen extremen Temperatursturz und Schneechaos voraus.

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Pfui Pfütze. Das Schnee-Silvesterböllergemisch taut in diesen warmen Tagen, zurück bleiben Splitt und Müll – und große Wassermengen wie hier vor dem Reichstag.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Guenter Peters
10.01.2011 14:01Pfui Pfütze. Das Schnee-Silvesterböllergemisch taut in diesen warmen Tagen, zurück bleiben Splitt und Müll – und große...

Der Dezember könnte mit einem meteorologischen Jahrhundertereignis beginnen. Laut der Wetterdienst-Seite wetter24.de müssen sich die Deutschen in dieser Woche auf einen extremen Kälteeinbruch einstellen. Der wetter24-Betreiber Dennis Dalter von der Meteogroup Deutschland prognostiziert für Mittwoch Tiefsttemperaturen zwischen minus acht und minus neun Grad Celsius. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1908 wurde die bislang kälteste Temperatur am Dezember-Ersten 1953 in Berlin-Dahlem gemessen. Damals war es minus 4,9 Grad kalt. "Uns steht ein extremes Wetterereignis bevor, das in den Wetteraufzeichnungen seinesgleichen sucht", heißt es in einer Meldung des Wetterdienstes. Betroffen sei insbesondere der Osten Deutschlands, auch Berlin und Brandenburg.

Laut Dalter fehle es für Rekordtieftemperaturen aber an einer geschlossenen Schneedecke. Die lässt aber wohl nur noch bis Donnerstag auf sich warten, denn Mittwoch nähere sich ein Schneefallgebiet. Die Kälte wird sich laut wetter24.de bis Samstagnacht durchgängig halten. Dalter erwartet einen neuen Kälterekord für den 4. Dezember. Dieser liegt bisher bei minus 13,5 Grad und wurde 1934 aufgezeichnet. Zum Wochenende werde es deutlich zu kalt für diese Jahreszeit, resümierte Dalter.

Die Wetterexperten warnen außerdem vor Schneechaos. An der Grenze zwischen Hoch- und Tiefdruckgebiet entsteht ein starker Wind. Wenn jetzt auch noch - wie erwartet wird - Schnee fällt, führt das zu "blizzard-artigen Zuständen". Das Verkehrschaos ist damit vorprogrammiert. Insbesondere für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird Berlinern und Brandenburgern dringend geraten, das Auto stehen zu lassen. Ab Anfang nächster Woche werden wieder mildere Temperaturen erwartet. Dann besteht bei Regen und Schneeregen erhöhte Glatteisgefahr. (mit dapd)

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