Berlin : Kaffeekränzchen im Dreimädelhaus

Sandra Maischberger feierte zusammen mit Maybrit Illner und Sabine Christiansen

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Der Talk über den Talk. Das ist neu. Und warum sollen nicht mal die Moderatorinnen ausgefragt werden? Maybrit Illner kann am besten über den Talk reden, weil ihr immer wieder lustige Vokabeln einfallen wie „entliebt“ oder wirklich originelle Statements wie „Wir verfilmen nicht den Parlamentskalender.“ Sandra Maischberger war anfangs ein wenig unsicher, ob das wirklich jemanden interessiert, was drei Mädels vom Fernsehen beim Käffchen so zu besprechen haben. Ihr Döner-Verkäufer wird es ihr heute sagen. Der Döner-Verkäufer von Frau Maischberger guckt regelmäßig „Maischberger“ auf n-tv. Nicht nur so. Der interessiert sich wirklich für die Inhalte, sagt Frau Maischberger stolz. Solange ihr Döner-Verkäufer nicht wegzappt, kann die Sendung weiterlaufen. Nochmal 500 Folgen.

Genau so viele hat die zierliche Polit-Talkerin schon durchgestanden. Zum Jubiläum hatte sich Maischberger gewünscht, dass andere Großtalkerinnen zu Besuch kommen. Und weil die neidischen Männer vom Print ohnehin irgendas vom „Kaffeekränzchen“ gespöttelt hätten, gingen die Drei in die Offensive und schenkten sich vor laufenden Kameras den Kaffee ein. „Sie nehmen aber Milch, Frau Christiansen, oder?“ - „Sitzen Sie auch bequem?“ Dann entwickelte sich vor den Augen der Zuschauer eine Unterhaltung über die Probleme des Polit-Talkers mit bösen Unterstellungen wie etwa der, man habe seine Lieblingspolitiker. Nein, so eine Moderation habe viel mit „modernem Fünfkampf“ zu tun (Illner) und sei vor allem „Dienst“ (Christiansen). Und dann endlich das Kanzlerduell. Frau Maischberger bekommt ihre stechenden Augen. Jetzt will sie wirklich etwas wissen. Und dann kommt’s: Am 26. August ist die erste vorbereitende Sitzung vom Frageteam Christiansen/Illner. Mehr weiß man noch nicht. Überhaupt werde viel zu viel hineininterpretiert, sagt Illner nach der Sendung. Die Redezeit-Regeln, einzuhalten per Stoppuhr, und die Begrenzung der Nachfragen – das alles sei keineswegs ein drückendes Talk-Korsett. An diese Regeln halte man sich unbewusst in jeder Sendung.

Dann ist das Kaffeekränzchen mit Kamerabegleitung vorbei. Friedrich Küppersbusch, der Produzent von „Maischberger“, bringt Blumen in das viel zu enge Studio. Das Backstage-Team bekommt Leckeres zu essen. Und Praktikantin Julia, die nur Gutes über den Sender und die Macher erzählen kann, macht von allen wichtigen Leuten Polaroid-Fotos. Sandra Maischberger ist übrigens keineswegs enttäuscht, dass sie das Duell nicht moderieren darf. An diesem Tag hat sie nämlich frei. loy

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